Montag, 3. Januar 2011

Mein Schreibhelfer

Cornelia Funke soll ja einen Homunkulus haben. Ein fliegenbeiniges dünnes Wesen, das ihr beim Schreiben zur Seite steht.
Feneglio aus der Tintenwelt hatte Rosenquarz, den kleinen zerbrechlichen Glasmann.
Und ich habe einen Nisse.


Irgendwann an Weihnachten war der Nisse plötzlich da und fing an, mir Geschichten ins Ohr zu flüstern. Er erzählte mir, dass er Kalle heißt und der kleine Brunder von Lasse ist.
Sein Lieblingsplatz ist der Küchentisch - wie könnte es anders sein - schließlich ist das ja auch mein Lieblingsschreib- und -arbeitsplatz.
Jetzt sitzt Kalle hier und schaut mir auf die Finger. Kein Wort entgeht ihm, kein Buchstabe kann sich ungelesen an ihm vorbeimogeln.
Und nachts flüstert mir Kalle neue Geschichten ins Ohr. Ich muss sie nur noch aufschreiben.

Kommentare:

WortSchmid hat gesagt…

Liebe Jutta,

ich habe mich schon gefragt, wohin es Kalle verschlagen hat, nachdem Lasse mir von seinem kleinen Bruder auf Wanderschaft erzählt hat. Das war ja klar, dass sich ein ganz besonderes neues Heim ausgesucht hat.
Diese kleinen Nisseriche beflügeln tatsächlich die Phantasie. Aber pass auf, wenn Du nicht hinsiehst, machen sie sich über die Keksdose her! :-)
Alles Liebe,

Alexandra

PS: Viele Grüsse auch von Lasse!

Anonym hat gesagt…

Das kommt davon, wenn man Blogbeiträge nur überfliegt. Ich schoss so über die ersten Sätze und blieb dann hängen bei "ich habe EINE Nisse".
In meinem Kopf fing es gleich an zu rattern (arbeite im Kindergarten): Sie hat Läuse, wie blöd, was kann man denn da machen ...

Schön, dass ich beim zweiten Lesen feststellen durfte, dass mit deinen Haaren alles okay ist und du nur einen neuen Schreibhelfer hast. Sehr putzig übrigens!

LG
Katja, die ab jetzt sorgfältiger lesen wird - versprochen!