Dienstag, 30. August 2011

Erste Rückmeldungen zu Wolke 7

... gab es bei Schmitz Junior oder auch bei Janetts Meinung.

Ich freue mich sehr darüber! Auch erste Amazon-Sternchen sind am Horizont bereits aufgetaucht und erste Lesungen vereinbart.
Danke an alle, die sich für die Wolke 7 so engagieren.


Update

Hier ein kurzes Update aus meiner Autorenwerkstatt, weil ich im Moment so wenig zum Bloggen komme.

Mein Jugendkrimi, der Anfang 2012 bei Coppenrath erscheinen wird, ist fertig geschrieben und durchläuft aktuell das Feinlektorat. Wird also in den nächsten Tagen wieder auf meinem Schreibtisch landen.

Mein Kinderbuch, das Anfang 2012 bei Sauerländer erscheinen wird, ist von meiner Seite komplett durch und liegt bei Patrick Wirbeleit. Ich habe letzte Woche seinen Coverentwurf gesehen und bin im Kreis gesprungen, weil es mir so gut gefällt.

Aktuell liegt vor mir der sehr knifflige Plot für einen Thriller. Bis Mitte September soll das Exposé rund und stimmig sein, zum einen, weil der Verlag es für die Programmrunde braucht, zum anderen, weil ich dieses Exposé mit zu Stephan Waldscheidt nehmen will, bei dem ich ein Schreibseminar gebucht habe.

Dann wäre da noch mein Herzensprojekt, durch das ihr mich im Romantagebuch begleitet. Dieses Projekt wartet dringend auf einen brauchbaren Plot und ein vorzeigefähiges Exposé - genau genommen wartet meine Agentin darauf, damit sie das mit zur Buchmesse nehmen kann. Ach ja  - eine Leseprobe wäre natürlich auch nicht schlecht.

Und damit ihr nicht denkt, ich hätte Langeweile: Noch in diesem Herbst soll der nächste Rebella-Roman fertig werden. Zu dem gibt es bald eine dicke Überraschung.
Aber die wird hier und heute noch nicht verraten :-)

Samstag, 27. August 2011

Ich spiele die Rolle der Kinder

Da ich im Moment kaum zum Bloggen komme (Gründe werden nachgereicht), habe ich hier etwas anderes für euch, das mir persönlich sehr gut gefallen hat.

Barry Cunningham, Cornelia Funkes britischer Verleger, hat ein Interview gegeben und dazu Cornelias Schwester zusammen mit Michael Orth zu sich nach Hause eingeladen.

Hier könnt ihr es nachlesen und euch vor allem auch das nette Arbeitszimmer von Herrn Cunningham anschauen:

Barry Cunningham im Interview  

(c) Michael Orth


Donnerstag, 18. August 2011

Romantagebuch

Bei Lovelybooks habe ich mit einigen Usern die Frage diskutiert, ob sie ein Schreibtagebuch spannend finden würden. Also ein öffentliches Tagebuch, in dem sie die Entstehung eines Romans von der ersten Idee bis zur Veröffentlichung mitverfolgen können.
Gesehen habe ich so etwas bei Kai Meyer (Eden-Tagebuch) und auch bei Petra van Cronenburg findet sich ein Blog namens Romangeburt.
Man kann das Für und Wider sicherlich diskutieren, aber die Resonanz bei Lovelybooks war durchweg positiv und ich hätte große Lust, das auszuprobieren.

Zuerst hatte ich vor, die Tagebucheinträge einfach hier in meinem Blog einzubinden. Schließlich ist "Meine Schreibwelt" ja nicht viel anderes als ein Schreibtagebuch. Das Problem für die interessierten Leser wäre aber, dass ich hier auch immer mal wieder andere Gedanken oder Erlebnisse aus meinem (Autoren)leben poste und sich deshalb hier kein fortlaufendes Tagebuch zu aussschließlich einem Roman entwickeln könnte.

Das zweite Problem stellte sich mir bei der Frage, welches Romanprojekt ich auswählen soll, um von seiner Entstehung zu berichten. Das aktuelle Manuskript befindet sich zum größten Teil schon im Lektorat, hier gibt es nicht mehr viel an der Entwicklung mitzuerleben.
Das nächste anstehende Projekt ist schon vertraglich abgesegnet und muss eigentlich "nur noch" geschrieben werden, das übernächste ebenfalls.
Aber es gibt eine Geschichte, die mir schon sehr lange am Herzen liegt und zu der außer ein paar Ideen noch nicht viel existiert. Dieses Wunschprojekt befindet sich also rein schreibtechnisch noch ganz am Anfang. Und da es eben vorher auch Verträge zu erfüllen gilt und noch andere Geschichten erzählt werden wollen, könntet ihr mich wunderbar bei diesem Projekt begleiten.
Vorausgesetzt, ihr habt Geduld. Denn da es hier noch keinen Vertrag und damit auch keinen Verlag gibt, haben die anderen Projekte aktuell immer Vorrang und selbst wenn ich das Glück haben sollte, für dieses Wunschbuch einen Verlag zu finden, würde die Umsetzung natürlich noch sehr lange dauern. Trotzdem juckt es mich in den Fingern und ich werde in den nächsten Tagen ein solches Romantagebuch einrichten. Wie ihr hinfindet, verrate ich euch dann. 

PS: Und das "dann" ging schneller als gedacht. Auf der linken Seite findet ihr jetzt einen Link zum "Romantagebuch" und hier gibt es den Link natürlich auch: http://romantagebuch.blogspot.com/

Dienstag, 16. August 2011

Erntezeit

Heute Morgen war Erntezeit.
Nach dem Holunder waren heute mal wieder die Tomaten dran, die zum Glück brav nacheinander rot werden. Und dann mussten die Weintrauben runter, bevor der Regen sie restlos zermatscht. Ein bisschen mehr Sonne hätte ihnen gut getan, aber jetzt liegen sie schon in Uromas Dampfentsafter und werden zu Traubensaft verarbeitet. Die ganze Küche duftet danach.



Eigentlich wollte ich jetzt noch was über die Mühen der Gartenarbeit schreiben und den Lohn, den man in Form dieser wunderschönen Früchte dann erntet.
Aber dann stand da vor meiner Haustür dieses Paket.


Und nachdem ich es geöffnet hatte, erübrigte sich irgendwie jeder Kommentar zu Arbeit, Schweiß, Mühe und der anschließenden Belohnung.

DAS sind exakt die Momente, für die man so lange gekämpft hat. :-)))


Montag, 15. August 2011

Lauter Lichtblitze

Die regelmäßigen Schreibweltbesucher unter euch sind vermutlich erschrocken, als sie diese Seite geöffnet haben: So hell ist es hier geworden.
Ja, ich habe mal wieder umdekoriert.
Schlimm genug, dass es draußen so gar nicht mehr hell werden will (Sommer hatte ich irgendwie anders in Erinnerung), da muss es im Blog nicht auch noch herbstlich dunkel sein. Ich hoffe, euch gefällt die schlichte Eleganz, die hier Einzug gehalten hat.
Wann dekoriere ich immer um? Richtig. Wenn ich eigentlich dringend etwas anderes zu tun hätte und das vor mir herschiebe.

Ich habe letzte Woche gerade einen Roman beendet und der musste jetzt einfach erst ein wenig sacken, bevor es an den Feinschliff geht.
Dafür, dass es mir beim Sackenlassen so richtig gut geht, hat dann der Postbote am Samstag gesorgt, der mich gleich mit drei wunderbaren Briefen überrascht hat.

Brief Nummer eins kam von einer 11jährigen Leserin aus Hamburg, die mir wirklich sehr liebe Zeilen zu Holundermond schrieb und mich auch gleich für weitere Bücher motivierte.



Der zweite Brief kam zusammen mit einem ganz lieben Päckchen von der Bloggerin Sara Salamander, bei der ich an einem Gewinnspiel teilgenommen und tatsächlich etwas gewonnen habe. Ich habe mich so über die vielen Überraschungen gefreut! Besonders das tolle Notizbuch wird natürlich schon sehr bald zum Einsatz kommen. Vielen lieben Dank an Sara Salamander!!



Und der dritte Brief kam dann, ebenfalls vollkommen überraschend, aus dem Coppenrath Verlag. Mit ein paar netten Kleinigkeiten aus der neuen  Le cog rouge - Serie wünschte der Verlag seinen Autoren einen schönen Sommer. Auch hier ein ganz herzliches Dankeschön nach Münster! Mit dieser Motivation macht die Überarbeitung des neuen Romans jetzt nochmal so viel Spaß!





Und jetzt - ran an den Text.

Freitag, 12. August 2011

Tage wie dieser

Es gibt Tage, da fragt man sich schon, was man da eigentlich tut. Ich hatte viele solcher Tage in den letzten Woche. Zum Beispiel im Urlaub in Dänemark, als ich - grob geschätzt - täglich zwischen 5 und 6 Stunden an meinem Manuskript gearbeitet habe, statt am Strand zu liegen. Was an mir lag, ich hatte mich schlicht in der Zeit, die ich noch benötigen würde, verschätzt.
Oder diese Tage, an denen die Rechnungen schneller ins Haus flattern (und zu dem auch noch wesentlich höher sind) als die zu erwartenden Vorschüsse.
Die Tage, an denen man schreien möchte, weil Schulen Bücherspenden ablehnen mit der Begründung, für eine Schulbibliothek habe man sowieso keinen Platz.
Dann gibt es die Tage, an denen man eigentlich sein Manuskript ausdrucken müsste, aber die Druckertinte ist leer. Oder die, an denen man erfährt, dass die neue Plot-Idee ja hübsch ist, der Verlag nur leider alle Programmplätze bis 2017 schon vergeben hat.

Und dann gibt es diese anderen Tage.
Diese Tage, an denen die Lektorin anruft, nachdem sie ein Manuskript bekommen hat, von dem sie bisher nur das Exposé kannte. Und an dem sie sagt, wie gut ihr das Manuskript gefalle und wie viel Spaß sie beim Lesen hatte, dass einige Stellen sie tief berührt hätten und dass sie davon überzeugt ist, dass dies ein wunderbares Buch werden wird.

Und es sind Tage wie dieser,  an denen man wieder weiß, warum man das alles tut.  Und dass man der Welt besten Beruf hat!

Donnerstag, 11. August 2011

Von Höhenflügen und unsanften Landungen

Seit ein paar Tagen verfolge ich gespannt die Blogs, Foren und Webseiten meiner Kollegen.
Die Stimmungen dort erinnern mich an die derzeit wilden Zickzack-Kurven im Börsengeschehen. Von Himmelhochjauchzend bis ZuTodebetrübt ist alles dabei und das seltsame ist:
Überall finde ich mich ein Stück weit wieder.

Während ich noch, angeregt durch Alice Gabathuler, über den Sinn und Zweck des momentanen Social-Media-Rummels philosophierte, stolperte ich über Nele Neuhaus, die mit ihrem "Wer Wind sät" die Spitzen der Bestsellerlisten quasi über Nacht erstürmte und in ihrem Blog wunderbar beschreibt, wie es sich anfühlt, da oben auf dem Gipfel.

Ein ganz ähnliches Thema, wenn auch aus ganz anderer Sicht, nämlich von weit unten dann bei Petra van Cronenburg: Unter der Überschrift "Vom Erfolg gezeichnet" setzt sich meine Kollegin mit dem Erfolgsdruck einmal erfolgreicher Künstler auseinander, mit dem Ausgebranntsein, mit dem Rückgrat, das man zum  NEIN-Sagen braucht.

Beide Blogeinträge werden seit Tagen sowohl bei Facebook als auch in unserem Autorenforum angeregt diskutiert. Und finden sehr viel Zustimmung. Gerade der Erfolgsdruck ist es, der unglaublich vielen Kollegen zu schaffen macht.
Dazu das Gefühl, ständig präsent sein zu müssen, um überhaupt wahrgenommen zu werden. Weil die Werbung, das Marketing heute immer mehr aus den Verlagen ausgelagert und auf die Schultern ihrer Autoren umgelagert wird. Manche sind dabei, unter dieser Last aufzugeben.

Reicht es nicht mehr, gute Bücher zu schreiben?
Diese Frage kreist seit Tagen durchs Autorenforum.
Muss man sein Buch heute fast wie ein Marktschreier im Internet bewerben, um es überhaupt an den Endkunden zu bringen? Oder genügt es, einfach die eine geniale Idee zu haben und dann abzuwarten?

Selbst Kolleginnen wie die amerikanische Erfolgsautorin Meg Rosoff träumen ihn, diesen Traum:

I’ve often thought of this story over the years, at those moments in which I would do almost anything to turn a sketch of a book idea over to a team of architects and engineers (or writers) and go back to bed.

Um dann doch zu dem Schluss zu kommen: The rest is damned hard work.

Wir träumen alle irgendwie den gleichen Traum. Da liegt ein Berg vor uns und hinauf wil jeder. Der eine will es bis zum Gipfel schaffen, dem anderen würde die Aussichtsplattform auf halber Höhe schon genügen. Es ist vermutlich eine Typfrage, welchen (Wander)weg man bereit ist zu gehen. Dazu kommen Faktoren wie das Wetter, auf die wir keinen Einfluss haben. Manche kehren bei aufkommendem Unwetter um, andere bieten ihm die Stirn. Manche bezwingen den Geröllpfad, andere rutschen ab.

Ich glaube, ein richtig oder falsch gibt es gar nicht. Es gibt nicht zu viel Social Media und auch nicht zu wenig. Ich kann aus dem Stand heraus erfolgreiche Autoren nennen, die bei Facebook oder Twitter zu wohnen scheinen. Genauso kenne ich sehr erfolgreiche Autoren, die öffentlich quasi gar nicht zu finden sind.
Das wichtigste scheint es mir daher zu sein, dass jeder seinen eigenen Weg finden muss. Wen Facebook und Co. nachts nicht schlafen lassen, der sollte einfach das Internet abschalten und lieber ein gutes Buch lesen. Wer sich gerne auf den virtuellen Spielwiesen tummelt, sollte sich austoben. Der Erfolg lässt sich von beidem wenig beeindrucken.

Vielleicht hilft uns Künstlern deshalb vor allem eins: Gelassenheit im Umgang miteinander. Weniger drauf gucken, was macht der andere und wieviel Erfolg hat er damit. Mehr drauf gucken, was mache ich und wie geht es mir dabei? Viel Erfolg ;-)