Dienstag, 30. April 2013

Walpurgisnacht







Du musst verstehn!

Aus Eins mach Zehn,

und Zwei lass gehn
und Drei mach gleich -
so bist du reich!
Verlier die Vier!
Aus Fünf und Sechs -
so sagt die Hex -
mach Sieben und Acht:
Dann ist's vollbracht.
Und Neun ist Eins
und Zehn ist keins.
Das ist das Hexen-Einmaleins!

(Johann Wolfgang von Goethe)







Ich wünsche euch allen eine wunderbare Walpurgisnacht!

Mittwoch, 24. April 2013

Ab ins Trainingslager

Auch Schriftsteller rosten ein, klagen über Frühjahrsmüdigkeit, chronische Schreibunlust und Wortfindungsstörungen.
Dagegen habe ich gestern etwas entdeckt, das ich noch nicht kannte und sofort begeistert begonnen habe:

Ein Trainingscamp für Autoren.

21 Tage lang dauert es. Das ist für ein Trainingslager schon eine recht anspruchsvolle Zeitspanne.
Und das Beste ist: Man muss dafür keine Koffer packen, keinen Babysitter organisieren, nicht in ein teures Hotel umsiedeln, nein, das Ganze funktioniert von zu Hause aus, trainiert wird am heimischen Schreib- oder auch Küchentisch.
Und noch besser: Trainiert wird am eigenen Manuskript, nicht an irgendwelchen fremden Texten.



Wer sich das ganze ausgedacht hat? Stephan Waldscheidt, seines Zeichens selbst Schriftsteller und knallharter Online-Coach ;-)

Das Trainingslager startet heute mit Tag 3. Es ist also noch genug Zeit für Nachzügler, schnell einzusteigen und mitzutrainieren. Ausreden gibt es jetzt eigentlich keine mehr. Ich bin dann mal weg - mich mit meinem Handlungsort beschäftigen.

--->   Hier geht es zum virtuellen Trainingslager.

Dienstag, 23. April 2013

Auf der Shortlist der Segeberger Feder

Was für eine wunderbare Nachricht pünktlich am Welttag des Buches:

Mein Roman "Schwarz wie Schnee" ist von Jugendlichen auf die Shortlist der Segeberger Feder gewählt worden, einem tollen Jugendbuchpreis.

Mit dabei sind elf weitere Titel und ein erstes Drüberschauen zeigt zumindest: Thriller und Krimis liegen im Moment offensichtlich ganz weit vorne.
Ich freu mich besonders darüber, dass meine allerbeste Freundin und Kollegin Alice Gabathuler ebenfalls mit auf dieser Liste steht.

Und hier gehts zu meinem Buch:


Tango Criminale - ein paar Eindrücke

Auch wenn es mit dem Hansjörg-Martin-Preis für "Wie ein Flügelschlag" nicht geklappt hat, durfte ich mit dem Mann ein wunderbares Wochenende in Bern verbringen. Wir waren eingeladen in das Hotel Allegro im Kursaal Bern und haben uns pudelwohl gefühlt.
Von hier aus ein herzliches Dankeschön an das Organisationsteam der Criminale 2013, die SOKO Bern, die wirklich keine Kosten und Mühen gescheut hat, uns zu verwöhnen.

Statt langer Worte hier ein paar Eindrücke vom Wochenende.




Auf ging es zur Criminale 2013




Das Glücksschweinchen durfte mitkommen




Erstmal ausruhen im wunderschönen Hotel Allegro


Anschließend ein Bummel durch die Altstadt




Und dann ging es zum Tango Criminale im Kursaal hoch über der Stadt Bern





So viel geballtes Verbrechen in einem Saal




Petra Busch im Einsatz




Laszlo Kish - Berner Tatort Kommissar - führte durch das Programm




Charlotte Schwab las aus den Texten der Preisträger




Alle Nominierten auf der Bühne




Und hier sind sie dann - die Gewinner des Glauser Preises und Hansjörg-Martin-Preises 2013:

http://www.das-syndikat.com/ausgezeichnet-2013/




Freitag, 19. April 2013

Tango Criminale

Da fahr ich hin ... Tango Criminale ...

und ich freu mich so so so sehr darauf!!

Ich werde euch einen ausführlichen Bericht und viele Fotos mitbringen! Versprochen.


Mittwoch, 17. April 2013

Initiative deutschsprachiger Kinder- und JugendbuchautorInnen und IllustratorInnen


Liebe AutorInnen und IllustratorInnen!



Dieser Offene Brief wird zum Welttag des Buches, 23. 4. 2013, offiziell an den AKJ und an Frau Schröder verschickt.

Dafür brauchen wir Unterschriften und hoffen auf Ihre und eure Mithilfe und Solidarität. Bisher haben schon 285 - teils sehr namhafte - AutorInnen und IllustratorInnen unterzeichnet.

Zum "Unterzeichnen" bitte einfach eine Mail mit Eurer Zustimmung an diese Adresse senden: DJLP_Initiative@gmx.de

Bitte mit Angabe, ob ihr als AutorInnen oder IllustratorInnen (oder beides) unterzeichnet. :)

Sehr gern können Sie und könnt ihr den Link zum Offenen Brief an befreundete AutorInnen undIllustratorInnen  (egal, ob aus dem Erwachsenen- oder aus dem Kinder- und Jugendbereich) weiterleiten - mit Bitte um Unterzeichnung.  

Einsendeschluss für die Unterschriften ist der 22.4. um 12 Uhr.

  
Habt vielen Dank für Eure Mithilfe!


Euer 7köpfiges Organisationsteam







Und hier der offene Brief im Wortlaut:


Initiative deutschsprachiger Kinder- und JugendbuchautorInnen und IllustratorInnen
c/o Antje Wagner
Benkertstr. 14
14467 Potsdam


Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend
Frau Dr. Kristina Schröder
Glinkastr. 24
10117 Berlin

nachrichtlich:
Arbeitskreis für Jugendliteratur e.V.
Projektleitung Deutscher Jugendliteraturpreis
Metzstraße 14c
81667 München

 

 

Der Deutsche Filmpreis geht in diesem Jahr an die US-Produktion  
„Django Unchained“ unter der Regie von Quentin Tarantino!

Sehr geehrte Frau Bundesministerin,

ist die oben zitierte Pressemeldung nur ein Aprilscherz der Medien? Was jede Leserin und jeder Leser für einen Witz halten würde, ist beim Deutschen Jugendliteraturpreis (DJLP) seit Jahren gang und gäbe. Der DJLP ist der einzige deutsche Staatspreis für Literatur. Von Staatspreisen für andere Künste unterscheidet er sich jedoch dadurch, dass er nicht der originären deutschsprachigen Kinder- und Jugendbuchproduktion vorbehalten ist. Der Grund sind die Vergaberichtlinien des Preises, die hier kurz zitiert sein sollen:

Zur Auszeichnung mit einem Preis können Bücher vorgeschlagen werden, die im Jahr 2012 erstmals erschienen sind:
1. deutschsprachige Originalwerke lebender AutorInnen/ HerausgeberInnen und IllustratorInnen
2. deutsche Übersetzungen von fremdsprachigen Werken lebender AutorInnen und HerausgeberInnen

Bei Betrachtung der Nominierungslisten der vergangenen zehn Jahre zeigt sich: 70% der nominierten Kinder- und Jugendbücher sind keine deutschsprachigen Originalwerke. Im Nominierungsjahr 2013 betrug die Anzahl der nominierten Kinderbücher von deutschsprachigen AutorInnen: 0%. Wie auch bereits in den Jahren 2005, 2006 und 2007.

Was heißt das genau?
Allein das Erscheinungsjahr in Deutschland ist entscheidend. Verlage können aktuelle Übersetzungen einreichen, deren Erstveröffentlichung des Originals Jahre zurückliegt. Im Falle der 2008 prämierten US-Autorin Paula Fox waren es 39 Jahre.
Abgesehen davon, dass also dieser Staatspreis – anders als in anderen Ländern – nicht der Anerkennung und Förderung der eigenen Literaturproduktion dient, wird Übersetzungen zudem noch ein starker Vorteil gewährt: Sie haben jahrelang Zeit, sich in ihrem Heimatland zu bewähren, Preise zu gewinnen, Bestsellerlisten anzuführen und hohe mediale Anerkennung zu erlangen – kurz: sich zu etablieren, bevor sie hier in der Übersetzung erscheinen und in den Wettbewerb gehen. Eingereichte deutschsprachige Originale sind im Gegensatz dazu erst kurz auf dem Markt, haben kaum Zeit, von KritikerInnen, MultiplikatorInnen und LeserInnen wahrgenommen zu werden, geschweige denn, sich zu etablieren. Paul Maar, selbst Preisträger, kritisierte bereits vor Jahren, dass durch die Vergabepraxis des DJLP „der Blick verstellt wird auf deutsche Nachwuchsautoren und deren Bücher.“

Als der DJLP im Jahre 1956 ins Leben gerufen wurde, hatte die Öffnung für Übersetzungen eine wichtige Funktion. Vor dem Krieg war die Jugendliteratur stark ideologisch geprägt. Es galt, den Blick nach außen zu richten, Völkerverständigung zu fördern. Zudem war die Eigenproduktion von Kinder- und Jugendliteratur noch sehr gering.
Die Lebensrealität und die Literaturproduktion haben sich im Vergleich zu damals umfassend gewandelt. Wir leben unter völlig anderen politischen Verhältnissen, Kinder wachsen mehrsprachig, bestens informiert und von kleinauf mit Medien wie dem Internet auf. Multikulturalität spielt sich vor der eigenen Haustür ab.
In Geschichten, die in der hiesigen Realität angesiedelt sind, finden Kinder Möglichkeiten zur Reflexion über ihre konkreten Alltagserlebnisse. Multikulturalität kann wiederum nicht ausschließlich hinter den Landesgrenzen wahrgenommen werden, sie ist längst Teil unserer eigenen Literaturproduktion geworden.
Für die Zielsetzung dieses Leseförderungspreises, nämlich „Kinder und Jugendliche zur Begegnung und Auseinandersetzung mit Literatur anzuregen“, braucht es den Fokus auf deutschsprachige Originalwerke. Es sind eben v.a. deren AutorInnen, die in diesem Land Lesungen durchführen und dabei direkt und wirkungsvoll Literatur vermitteln können. Zudem hat ein Text nur in seiner Muttersprache die ursprüngliche literarische Dichte und Authentizität.
Übersetzungen sind eine höchst anspruchsvolle Leistung mit einer ganz eigenen Qualität, die ohne Frage gewürdigt gehört! Übersetzungen und Originaltexte sind jedoch zwei verschiedeneliterarische Formen, die nicht miteinander konkurrieren, sondern separat wahrgenommen und gewürdigt werden sollten. Die Trennung der Sparten ist üblich. Ähnlich wie beim Preis der Leipziger Buchmesse, sollte deshalb auch beim DJLP eine separate neue Sparte eingerichtet werden, die ausdrücklich die Übersetzungsleistung auszeichnet.

Der Arbeitskreis für Jugendliteratur (AKJ), der seit Jahren von vielen Seiten kritisiert wird, argumentiert mit folgenden Punkten:

1)      dass man die LeserInnen durch die Schwerpunktverschiebung auf deutschsprachige Originale nicht „von der internationalen Entwicklung“ abschneiden, sondern weiter den „Blick über den Gartenzaun“ ermöglichen möchte
2)      dass man es weiterhin für unerlässlich hält, „wichtige Impulse und neue literarische Entwicklungen aus anderen Ländern aufzunehmen und somit die Kinder- und Jugendliteratur hierzulande zu fördern“
3)      dass nicht die AutorInnen Ziel der Förderung seien, sondern die Leseförderung selbst
4)      dass der schwedische Astrid Lindgren Memorial Award und die britische Carnegie Medal ebenfalls international vergeben würden
5)      dass es bereits die Kranichsteiner Literaturstipendien und den Preis fürs Gesamtwerk gäbe,   die ausschließlich an deutschsprachige AutorInnen gingen.




Bei dieser Argumentation werden folgende Antworten hartnäckig ignoriert:

zu 1)
Deutschland ist das Land mit den meisten Übersetzungen – auf der Welt. Von einem „Abschneiden von internationalen Entwicklungen“ kann keine Rede sein. Der Buchhandel hält einen üppig gedeckten Tisch an Übersetzungen bereit. Fast jedes zweite Buch ist eine Übersetzung. Sie werden von Verlagen oft bevorzugt beworben und durch andere Vermittlungsinstanzen sichtbar gemacht und empfohlen. Dazu bedarf es nicht zusätzlich des DJLP.
In einer Zeit, in der sich manche/r deutschsprachige AutorIn aus Marketinggründen gezwungen fühlt, unter englischsprachigem Pseudonym und mit einer entsprechenden inhaltlichen Ausrichtung zu veröffentlichen, wird ein Problem eklatant: Nicht nur die Förderung der Vermittlung von fremden Lebensbereichen und Kulturen ist wichtig sondern mindestens ebenso die Förderung derVermittlung der eigenen kulturellen Identität. Diese Vermittlung wird benachteiligt.
Außerdem ist für interkulturellen Dialog der gegenseitige Austausch mit anderen Kulturen und Sprachen wichtig. Die Nominierungslisten und Preisträger des DJLP werden im Ausland wahrgenommen. Goethe-Institute, internationale Schulen und Bibliotheken bestellen die prämierten Titel und laden nicht selten die PreisträgerInnen zu Lesungen ein. Diese Gelegenheit, auch Kindern und Jugendlichen in anderen Ländern Geschichten aus Deutschland zu erzählen und somit in einen grenzübergreifenden Austausch zu treten, macht wenig Sinn, wenn in Paris auf dem Büchertisch des Deutschen Jugendliteraturpreises Titel aus USA und Neuseeland liegen – nur eben in deutscher Übersetzung.

zu 2)
a)      Deutschsprachige Bücher auszuzeichnen, die auf sprachliche und inhaltliche Qualität setzen, würde die eigene Literaturqualität fördern und sichern. Verlagen, die trotz wirtschaftlicher Erwägungen „riskante“ deutschsprachige Originaltitel nicht scheuen, die auf Anspruch und nicht auf leichtverkäuflichen Mainstream setzen, würde auf diese Weise ein Signal gegeben: neben der Suche nach ausgezeichneten (und bewährten) Lizenztiteln aus dem Ausland eben auch auf die qualitativ hochwertigen, deutschsprachigen Titel zu achten, sie ebenfalls ins Programm zu nehmen, sie zu stärken. Deren Wertschätzung durch den Staatspreis würde automatisch die Wertschätzung und Förderung durch die Verlage nach sich ziehen.
b)      Was für einen Eindruck mag die Literaturproduktion eines Landes im Ausland erwecken, in dem es zwar einen reichen Kinder- und Jugendliteraturmarkt gibt, wo aber kaum je ein deutschsprachiges Originalwerk den Deutschen Jugendliteraturpreis bekommt, eine Produktion, die also offenkundig schon im eigenen Land als preisunwürdig gilt?

zu 3)
a)      Wenn Leseförderung und Literaturvermittlung im Mittelpunkt stehen, darf nicht ignoriert werden, dass die beste VermittlerIn eines Buchs der/die AutorIn oder IllustratorIn selbst sind. AutorInnen und IllustratorInnen, die zu Lesungen in Schulen, Bibliotheken, Buchläden, auf Festivals, Buchmessen, in Literaturhäuser und Leseclubs eingeladen werden, bilden die direkte Brücke zwischen Buch und LeserIn. Sowohl das Vorlesen als auch das anschließende Gespräch mit jungen und älteren ZuhörerInnen schaffen den unmittelbaren, sinnlichen Zugang. Bei fremdsprachigen AutorInnen, die mit dem DJLP ausgezeichnet werden, fehlt diese „Brücke“: Die Autorin/der Autor wird – schon aus Sprach- und Entfernungsgründen – kaum Lesungen hier wahrnehmen.
b)      Fremdsprachige Bücher können in ihrem Herkunftsland mit ihrem Staatspreis ausgezeichnet werden und zusätzlich mit dem deutschen Staatspreis, während deutschsprachige Bücher mit ihrem eigenen Staatspreis kaum je ausgezeichnet werden und in anderen Ländern zu den jeweiligen Staatspreisen – verständlicherweise – keinen Zugang haben. Die öffentliche Anerkennung durch den Preis ist aber gerade für mutige, innovative Texte sehr wichtig. Milena Baisch, Preisträgerin Kinderbuch 2011, stellte fest: „Welch enorme Wirkung schon allein die Nominierung hat, um einem kleinen, individuellen Buch Aufmerksamkeit zu bescheren, hat mich selbst überrascht.“Konzentrierte man diese Aufmerksamkeit auf hiesige herausragende literarische Arbeiten, würde man nicht nur die AutorInnen selbst, sondern auch die Verlage darin unterstützen, den eingeschlagenen, oftmals riskanten, aber qualitativ hochwertigen Weg weiterzugehen. Eine langfristige Investition, mittels derer die Qualität originalsprachlicher Kinder- und Jugendliteratur gesichert und gesteigert werden kann. Anders gesagt: Die deutschsprachige Kinder- und Jugendliteratur würde davon profitieren, wenn nicht bevorzugt „Impulse und Entwicklungen aus anderen Ländern“, sondern die eigenen kreativen Entwicklungen und Vorstöße, die eigene Risikobereitschaft und Innovation, die eigenen Impulse wahrgenommen, anerkannt und gefördert würden.

zu 4)
Der Astrid-Lindgren-Preis ist kein Leseförderungspreis wie der DJLP, sondern ein Gedächtnispreis für „Arbeiten im Geiste Astrid Lindgrens“.
Die britische Carnegie Medal wird vergeben an „books written in English and first published in the UK during the previous year”. Zwar kann der Autor/die Autorin demnach nichtbritisch sein, aber zugelassen sind nur englischsprachige und erstmals in Großbritannien verlegte Bücher. Der Fokus liegt genau dort, wo er auch für den DJLP wünschenswert wäre: auf muttersprachlicher Originalliteratur.

zu 5)
Abgesehen davon, dass das Kranichsteiner Literaturstipendium eben nicht der Deutsche Jugendliteraturpreis ist und davon getrennt (als Stipendium, nicht als Preis) wahrgenommen wird, richtet sich diese Unterstützung allein an JugendbuchautorInnen. KinderbuchautorInnen und IllustratorInnen sind hier ausgeschlossen. Dass der Preis für das Gesamtwerk an deutschsprachige AutorInnen geht, sollte nicht als Gegenbeispiel herangezogen werden müssen, sondern selbstverständlich sein.

In fast sechzig Jahren ist die Benachteiligung der deutschsprachigen Originalliteratur immer wieder beim Arbeitskreis für Jugendliteratur kritisiert und eine Änderung der Statuten angeregt worden – bisher vergeblich. Die Arbeitsgemeinschaft von Jugendbuchverlagen (avj) hat 2004 als Reaktion darauf ihre Mitgliedschaft im Arbeitskreis gekündigt. Ein offener Brief der Redakteurin Dr. Astrid van Nahl, der im März 2013 an das Familienministerium und den AKJ gegangen ist, blieb bisher ohne Folgen. Aber wir UnterzeichnerInnen sind der Meinung:

 

Eine Änderung der Vergaberichtlinien des Deutschen Jugendliteraturpreises in folgenden zwei Punkten ist unabdingbar und überfällig:

1)      Zugelassen werden sollen in der Bewertung durch Kritiker- und Jugendjury deutschsprachige Originalwerke in den Sparten Bilderbuch, Kinderbuch, Jugendbuch und Sachbuch.
2)      Deutsche Übersetzungen von fremdsprachigen Werken sollen separat, das heißt in einereigenen Sparte/ eigenen Sparten prämiert werden.

Die deutschsprachige Kinder- und Jugendliteratur möge nach nunmehr fast sechzig Jahren endlich vom Deutschen Jugendliteraturpreis angemessen wahrgenommen und gewertschätzt werden, so wie es auch andere Länder mit ihrer eigenen Literaturproduktion handhaben.




Unterschriften bitte an: DJLP_Initiative@gmx.de





Quellen:
1)       Wolfgang Bittner: Deutscher Jugendliteraturpreis. Ein Staatspreis für Lizenzen aus dem Ausland? Neue Rheinische Zeitung, 25.1.2012, Link: http://www.nrhz.de/flyer/beitrag.php?id=17423
2)       Otfried Wolfrum: Über die unausgeschöpfte Effektivität des Deutschen Jugendliteraturpreises. Eine Dokumentation, Link: http://laetitia-verlag.de/210/Dokumentation_zum_DJLP.html
3)      Paul Maar: Einführungsreferat in Franz, K. und P. Maar (Herausg.): Leser treffen Autoren. Schneider, Hohengehren 2006, S. 4 ff.

Dienstag, 16. April 2013

Buch 2.0

Zu dieser Veranstaltung lädt die Barbizz Lounge am 22. April 2013, dem Vorabend zum Welttag des Buches ein.


Auf dem Flyer heißt es:

Buch 2.0 - Lesevergnügen im Wandel


Am Vorabend zum Welttag des Buches kommen wir dem Wandel des klassischen
Mediums Buch auf die Spur. Was geschieht derzeit? Das eBook ist auf dem Vormarsch.
Neue Lesegeräte verändern das Leseverhalten und den Bezug zu Büchern.
Welche Auswirkungen haben diese technischen Neuerungen auf Sie und Ihren
Umgang mit Literatur? Lesen Sie bereits digital oder schreckt Sie ein weiterer Bildschirm
eher ab? Was geschieht mit dem gedruckten Buch? Ist es vom Aussterben
bedroht oder wird es auch zukünftig seine Daseinsberechtigung haben? Diesen
Fragen wollen wir in einer gemeinsamen Diskussionsrunde nachgehen.
Wir lassen den Blick noch weiter schweifen, denn der Wandel geht über die Frage
des digitalen oder analogen Lesens hinaus: Autoren schreiben und veröffentlichen
zunehmend selbst, ohne Verlag und damit auch am Buchhandel vorbei. Blogs
und Plattformen sind Orte des Austausches zwischen Lesern und Autoren. Bücher
können plötzlich live entstehen und den Leser einbeziehen. Und Leser mischen mit!
Sie sind Teil von neuen Geschichten und verhelfen dazu Bücher zu Markterfolgen
werden zu lassen, wie das Beispiel Shades of Grey im letzten Jahr sehr eindrucksvoll
gezeigt hat.
Was bedeuten diese Veränderungen für den Leser? Welche Chancen bieten sich
für etablierte Institutionen auf dem Buchmarkt? Welche Perspektiven eröffnen sich
dadurch für Menschen, Unternehmen und Institutionen, die bisher mit dem Medium
Buch, seiner Entstehung und Wirkungsweise wenig oder nichts zu tun hatten? Was
bedeutet das alles für Sie?
Darüber wollen wir mit Ihnen ins Gespräch kommen und laden Sie in eine
gemeinsame Diskussionsrunde ein.
… u. a. mit folgenden Experten und Expertinnen:
• Frau Beate Schwartz-Simon, Leiterin der Stadtbibliothek Hanau
• Herr Dieter Dausien – Buchladen am Freiheitsplatz
• Frau Katja Glöckler – Kultur- und Kreativpilotin Deutschlands, PageYou
• Frau Christine Vonderheid-Ebner – Autorin des Live eBooks „Mutmachgeschichten“
• Frau Jutta Wilke, Kinderbuchautorin
• Herr Joachim Schulmerich – Verleger Cocon Verlag, Hanau
Einstiegsimpuls und Moderation:
• Mike Raven, m2 Agentur für Kommunikation
Frei nach dem Motto der Aktion „Blogger schenken Lesefreude“ möchten wir an
diesem Abend zum Literaturwichteln aufrufen. Jeder Gast bringt als „Eintrittskarte“
ein Buch mit. Welches Genre ist Ihnen überlassen. Das Buch muss aus Ihrer Sicht
lesenswert sein. Sie schenken das Buch und die damit verbundene Lesefreude an
diesem Abend einem weiteren Gast. Anregende Gespräche über die Bedeutung,
Wirkung und den persönlichen Wert der Bücher sind die gewünschte Nebenwirkung!
Wir freuen uns auf Sie!

*************************************************************************

Und ich freue mich natürlich auch ganz persönlich auf viele Diskussionsteilnehmer rund zum Thema Buch 2.0

Samstag, 13. April 2013

Entspannen

... und endlich ein bisschen Frühling.

Ich wünsche euch allen ein schönes Wochenende mit vielen guten Augenblicken.








Und wer wissen möchte, wie unser Erich-Kästner-Abend war, der guckt hier:





Montag, 8. April 2013

Und noch ein Blog

Ursprünglich wollte ich Neuigkeiten, Berichte über unsere Veranstaltungen und alles, was es sonst noch so über unser Projekt Kultur Werk statt zu erzählen gibt, direkt auf der Homepage der Kultur Werk statt einstellen.
Aber das Homepageprogramm ist zu statisch und jedes neue Posting war ein Riesenaufwand.
Deshalb habe ich mich entschlossen, für die Kultur Werk statt ein eigenes Weblog einzurichten.


Dort könnt Ihr Euch jetzt immer auf dem Laufenden halten, wenn Ihr mehr über das aktuelle Programm, den Kartenvorverkauf, vergangene Veranstaltungen oder einfach mehr über uns, die Betreiber, erfahren wollt.

Wir freuen uns auf zahlreiche Besucher auf diesem Blog und auch auf unseren Veranstaltungen.

Donnerstag, 4. April 2013

Buchhandlung Peterknecht

... und schon geht es los.
Ihr erinnert Euch an die Aktion "Wenn es keinen Buchladen mehr gibt..." ?

Den Anfang macht Kathrin Müller aus Erfurt, die mir ein Foto und eine Mail zu ihrem Lieblingsbuchladen geschickt hat.
Es handelt sich um die Buchhandlung Peterknecht in Erfurt.

Kathrin schreibt hierzu:

Meine persönliche Buchhandlung ist die Buchhandlung Peterknecht in Erfurt (Adresse: Anger 28 in 99084 Erfurt; www.peterknecht.de) - ein Familienunternehmen, das es seit über 100 Jahren gibt und in Erfurt so bekannt ist wie der berühmte bunte Hund. Als ich selbst vor rund 4 Jahren nach Erfurt zog, wurde diese Buchhandlung zu meinem persönlichen Lieblingsort der Stadt. Das lag einerseits an den immer gut gelaunten Mitarbeitern, andererseits daran, dass ich zum ersten Mal in meinem Leben das Gefühl hatte: Hier arbeiten die Buchhändler aus Leidenschaft und nicht nur, um einen Job zu haben. In meiner Heimatstadt und auch in den Filialen der Ketten erleb(t)e ich immer wieder, dass viele Mitarbeiter oft gar keine Ahnung von den Büchern haben, es sei denn, es handelt sich um aktuelle Bestseller. Freundlichkeit war in vielen Läden auch ein Fremdwort. Ganz anders in der Buchhandlung Peterknecht. Hier erzählen die Buchhändler während der Beratung auch, was sie gelesen haben und sind nicht zwingend auf Verkauf auf, d.h. wenn sie das Gefühl haben, dass ein Buch nicht zu dem Kunden passt, sagen sie dies auch und schlagen Alternativen vor. Wir sind mittlerweile Stammkunden bei Peterknecht und der Geschäftsführer sowie andere Mitarbeiter können uns eindeutig zuordnen. Daher kommen dann auch hin und wieder persönliche Empfehlungen ohne eine explizite Nachfrage unsererseits. Zudem nehmen die Buchhändler auch Literaturempfehlungen ihrer Kunden an - vor Ort ebenso wie auf Facebook. Als beispielsweise vor ein paar Jahren die Graphic Novel-Abteilung entstand, holten sie explizit Vorschläge von ihren Kunden ein, welche Graphic Novels in der Buchhandlung keinesfalls fehlen sollten.
Daneben werden neben Lesungen und Kinoabenden zu Literaturverfilmungen von der Buchhandlung Peterknecht auch die jährlichen Erfurter Kinderbuchtage organisiert. Außerdem findet für Stammkunden jedes Jahr im Herbst ein Bücherwochende statt. An diesem gibt es ein Dinner und ein Brunch, bei dem die Buchhändler ihre literarischen Highlights des Jahres vorstellen und die Kunden nebenbei (oft selbstgemachtes) Essen genießen und sogar an einem Sonntag ganz in Ruhe stöbern können. Außerdem besteht die Möglichkeit, die Buchhandlung auch abends nach Ladenschluss zu buchen und ohne andere Kunden die Regale zu durchstöbern. Allerdings haben wir das noch nicht getestet. ;) Jedes Jahr treffen wir den Geschäftsführer Peter Peterknecht (der im Übrigen auch schon in der Rubrik "Ihr Buchhändler empfiehlt" von Deutschlandradio Kultur zu hören war) auch auf der Leipziger Buchmesse an, wo er stets im eifrigen Gespräch mit Verlagen, Logistikunternehmen und anderen Firmen im Gespräch ist, was uns zeigt, dass hier wirklich Engagement, Aufgeschlossenheit gegenüber neuen Ideen und Projekten sowie Antrieb zur Verbesserung dahinter stecken.
Kurz: Ich bzw. wir haben bei der Buchhandlung Peterknecht das Gefühl, dass hier wirklich die Leseleidenschaft zählt und der individuelle Kunde geschätzt wird. Das schönste Erlebnis mit der Buchhandlung hatten wir (also mein Freund und ich, da wir immer gemeinsam auf Bücherkauf gehen) aber, als eine der Buchhändlerinnen uns erzählte, dass sie im Netz ein Video sah, in dem ein Mann seiner Frau in einer Buchhandlung einen Heiratsantrag machte, und die Mitarbeiterin dabei sofort an uns denken musste. Spätestens hier wussten wir: Eine bessere Buchhandlung könnten wir uns nie wünschen.

Das Foto, das Kathrin mitgeschickt hat, zeigt den Bücherbrunch 2011 in der Buchhandlung Peterknecht.

(c) Kathrin Müller


Danke an Kathrin Müller fürs Mitmachen und Daumendrücken für Erfurt!

Liste der vorgestellten Buchläden: Buchhandlung Peterknecht / Erfurt

Noch einen Moment ...

... bald sind wir bereit.
Noch einen Moment. Bald ist es soweit.
Dann zeigen wir euch, was wir lernten.

(Erich Kästner)

Wir befinden uns mitten im Endspurt.
Mit riesigen Schritten nähern wir uns der Premiere unseres Projekts Kultur Werk statt.
Am Wochenende wollen wir noch die letzten Umräumarbeiten im Wohnzimmer vornehmen,
um es für rund 40 Gäste zu rüsten und dann kann es eigentlich auch schon losgehen.

Wenn zwei Bücherverrückte zusammenziehen, dann sprudeln die Ideen nur so. Das musste auch Britta Hoffmann-Mumme vom Hanauer Anzeiger feststellen, die uns gestern besuchte, um sich über unser Projekt zu informieren.
Sie kam, um über Kästner zu reden und ging mit Fotos von unserem Kochbuchregal und unserer neuen "Autorentreppe", die Reiner gerade fertig gestellt hatte.









Aber dann hat Britta Hoffmann-Mumme doch noch ein Foto von uns gemacht und einen wunderbaren Artikel für den Hanauer Anzeiger (4.4.2013) geschrieben.




Am 11.04.2013 laden wir um 20:00 Uhr zu unserem Erich-Kästner-Abend in unser Wohnzimmer ein.
Restkarten gibt es noch im Buchladen am Freiheitsplatz. Wir freuen uns schon sehr auf diesen Abend.









Mittwoch, 3. April 2013

Wenn es keinen Buchladen mehr gibt ...

... und auch der übrige Einzelhandel dicht machen muss,
könnte es in unseren Städten bald ziemlich trist aussehen.

Wie trist, das zeigt ein ARD-Beitrag, auf den mich meine Kollegin Annette Amrhein heute aufmerksam gemacht hat:

Protest gegen den Onlinehandel

Soweit sollten wir es gar nicht erst kommen lassen.

Und deshalb habe ich mir etwas überlegt:

Stellt Eure Lieblingsbuchhandlungen vor. 

Schickt mir Fotos, einen kurzen Bericht, irgendetwas, das Euch im Zusammenhang mit Eurer Buchhandlung besonders erwähnenswert erscheint, dazu die Anschrift der Buchhandlung und ich stelle sie in meinem Blog vor.


Sobald ich eine neue Stadt kennen lerne, ist der Buchladen eigentlich das erste, das ich aufsuche.Und damit meine ich die kleinen, gemütlichen Sortimenter, nicht die Ketten, in denen es mehr Kaffee und  Schokolade als Bücher gibt. Nichts ist für mich entspannender, als in einer fremden Stadt in Bücherregalen zu stöbern und mit dem ortsansässigen Buchhändler zu plaudern.
Die Buchläden und Buchhändler dürfen  nicht aus den Städten verschwinden.
Deshalb diese Aktion und der Versuch, die schönen Läden wieder ein bisschen mehr in unser Bewusstsein zu rücken.

Und damit das Ganze auch gleich noch Spaß macht und spannend bleibt, schenke ich einer der von Euch vorgestellten Buchhandlungen eine Lesung mit mir.
D.h. ich komme in diese Buchhandlung und lese aus einem meiner Bücher für Kinder, Jugendliche oder auch erwachsene Zuhörer. Welche Buchhandlung das sein wird, entscheidet das Los. Ihr habt Zeit bis zum 1. Juni 2013, Euren Lieblingsladen mit einem Foto und ein paar Zeilen in meinen virtuellen Lostopf zu werfen: jutta.wilke(at)gmx.net

Gerne dürft Ihr auch diesen Blogbeitrag verlinken und/oder Euren Bekannten davon erzählen, denn es sollen ja möglichst viele Buchhandlungen die Chance haben, hier vorgestellt zu werden.

Ich freue mich schon auf Eure Zuschriften.