Montag, 27. Januar 2014

Blog der Kinder- und Jugendbuchautoren

Es gibt etwas ganz Neues in der Bloggerwelt - etwas, das ich besonders den Freunden der Kinder- und Jugendliteratur ans Herz legen möchte:

Das Netzwerk "Schreibwelt", ein geschlossenes Forum für Kinder- und JugendbuchautorInnen, hat sich entschlossen, in einem gemeinsamen Blog an die Öffentlichkeit zu gehen.

Warum? Das könnt ihr am besten HIER nachlesen.

Wir freuen uns auf viele viele Leser, einen regen Austausch und zahlreiche spannende Blogbeiträge.

Ich glaube, dieses Weblog ist eine einmalige, ganz besondere Sache.
Meistens arbeiten wir Autoren hinter verschlossenen Türen im stillen Kämmerlein, werden (fast) nur bei einer Neuerscheinung kurz wahrgenommen, um dann wieder ins stille Kämmerlein zu verschwinden.
Das Weblog "Schreibwelt" soll unserer Arbeit, unseren Gedanken und auch unseren Ideen eine Stimme geben. Eine Stimme, die eine Verbindung sein soll zu unseren Lesern, aber auch zu den Schulen, Lehrern, Eltern, Bibliotheken und nicht zuletzt den Buchhandlungen.

Ich bitte euch deshalb: Teilt unseren Link, setzt unser neues Weblog in eure Blogroll und vor allem: Schaut bei uns vorbei!



Donnerstag, 23. Januar 2014

Schnapp dir das Pferd ...

Seit heute liegt er druckfrisch und fröhlich bunt auf meinem Schreibtisch.
Mein neuer Roman "Herzschlagzeilen"






Klappentext:

Wenn ein Prinz mit einem weißen Pferd vor deiner Tür steht, dann schnapp dir das Pferd und lass den Prinzen stehen - mit diesem Leitspruch ist Isa bisher ziemlich gut gefahren. Statt hirnlos irgendeinem Typen hinterherzurennen, feilt sie lieber an ihrer Karriere als zukünftige Starjournalistin.
Als sie zufällig belauscht, dass ihr Mitschüler Marc Opfer einer Entführung werden soll, wittert Isa die Story ihres Lebens! Aber wie soll sie nur mehr über ihn herausbekommen? Isa zieht alle Register und spielt dem gut aussehenden Sunnyboy die Verliebte vor. Und Marc springt voll drauf an ...


Herzschlagzeilen erscheint im Februar 2014.
Im Coppenrath Verlag Münster.

Mittwoch, 22. Januar 2014

Eines Tages, Baby, werden wir alt sein ...

... schreiben wir Geschichten, die wir selber gern erzählen!

Heute lasse ich Julia Engelmann eine Geschichte erzählen. Die Geschichte vom Altwerden, die Geschichte all der ungelebten Träume, Wünsche, Vorsätze, Hoffnungen.
Und die damit verbundene Aufforderung, nicht länger zu warten, sondern das Leben endlich zu leben.
Wunderbar! Gefunden habe ich das Video bei meiner "Blognachbarin" Gabriele. Danke dafür!


Dienstag, 21. Januar 2014

Ik ben zo blij!!

... das war Niederländisch und heißt: Ich freu mich sehr!!



Gestern habe ich erfahren, dass mein Roman "Die inneren Werte von Tanjas BH"
im Sommer 2014 in Belgien und in den Niederlanden erscheinen soll!

Leider spreche ich kein Wort niederländisch. Umso gespannter bin ich,
wie Bens Liebesgeflüster dann klingt.
Vielleicht sollte ich mir vorsorglich schon einen Sprachführer zulegen.


Ben findet die Aussicht auf einen Sommer in diesen Ländern jedenfalls ziemlich cool und poliert sein Surfboard schon mal auf Hochglanz.



Sonntag, 19. Januar 2014

Druckfahnen - nachhaltig

Was machen Autoren eigentlich immer mit ihren ganzen Ausdrucken, lektorierten Texten, Druckfahnen?
Bei mir stapelt sich das Papier bergeweise. Anfangs habe ich gerade die Druckfahnen gehütet wie einen Augapfel, weil es immer etwas ganz Besonderes war, das ausgedruckte Buch zum ersten Mal so vor mir liegen zu sehen. Inzwischen nehmen die Papierberge überhand, also wurden die Druckfahnen als Malpapier freigegeben, ein Teil wurde in handgerechte Stücke für die Notizzettelkiste zerschnippelt, aber Papier lag immer noch jede Menge herum - zum Wegwerfen viel zu schade.

Und da bin ich beim Stöbern durch Gartenthemen - Ihr wisst ja, die Gartenplanung treibt bei mir gerade wilde Blüten - auf eine Idee einer Kollegin gestoßen:

Meine Kollegin, die Schriftstellerin Antje Herden, zeigt auf ihrem Blog, wie man aus Druckfahnen ganz einfach Pflanztöpfchen falten kann. Und was braucht man Anfang der Gartensaison dringender als jede Menge Pflanztöpfchen.
Wir waren so begeistert, dass wir uns gleich ans Werk gemacht haben. Herhalten mussten die Fahnen meines nächsten Romans, der im Februar erscheint: Herzschlagzeilen.




Da es um eine sehr witzige fröhliche Geschichte geht, werden die Pflänzchen in diesen Töpfen hoffentlich ganz besonders gut gedeihen. Wenn Ihr sie nachbasteln wollt, findet Ihr eine Anleitung HIER.

Und weil wir auch bereits kräftig dabei sind, verschiedene Gemüse- und Blumensamen zu sammeln und zu tauschen, mussten noch ein paar Pflanztütchen her.
Auch die haben wir selbst gebastelt, nachdem wir diese wunderbaren FREEBIES gefunden hatten:




Ich bin so begeistert von den Tütchen, dass ich auf jeden Fall welche davon zum Valentinstag verschenken möchte!

Und weil der Sonntag noch lang war, haben wir noch gleich ein Brot gebacken. In Uromas altem Topf!
Noch nie ist mir ein Brot so toll gelungen.




Ich habe ein normales Landbrot-Rezept genommen, den Gußtopf im Ofen auf 250° C aufgeheizt, das fertig gegangene Brot aus dem Brotkorb hineingleiten lassen (der Topf war nicht gefettet, wichtig ist nur, dass er wirklich heiß genug ist), Deckel drauf, 50 Minuten backen. Fertig!!




Ich wünsche Euch allen noch einen schönen Restsonntag!


Freitag, 17. Januar 2014

Familiengarten

Viele Jahre lang lag er brach. Unser Garten.
Er besteht aus einer Handvoll Bäume inklusive einem alten kaputten Baumhaus, einem totgespielten Rasen und zugewucherten Rabatten. Für einen Stadtgarten ist er recht groß (ca. 600 qm plus Vorgarten) und einfach zum Verwildern viel zu schade.
Am letzten Wochenende haben wir eine erste Begehung gemacht und angefangen, Pläne zu schmieden.
Wir wollen den Garten umgestalten zu einem richtigen Familiengarten. Mit vielen Sitzplätzen, Gemüsebeeten, lauschigen Ecken, einem Platz für unsere Kaninchen, Kinderbeeten, Obsthecken und einigem mehr.
In einem waren sich alle Familienmitglieder einig: Rasen wollen wir keinen mehr. Zum Bolzen gibts den Bolzplatz um die Ecke, klettern können die Jungs in den Bäumen und für alles andere wird es eine große Holzterrasse geben.

Nach der ersten Besichtigungstour haben wir gleich mit dem Anlegen einer Kompostecke angefangen. Dazu musste erstmal kräftig gerodet und aufgeräumt werden.




Aber eins ist uns wichtig: Gartenabfälle wollen wir nicht entsorgen, sondern häckseln und/oder kompostieren und so dem Garten wieder zuführen. Also steht eine vernünftige Arbeitsecke im Garten an allererster Stelle.




Alles andere haben wir gemeinsam am Küchentisch geplant. Und jetzt stapeln sich dort Gartenbücher, Pflanzpläne, Aussaatkalender und erstes Saatgut.




Die Kinder sammeln Eierkartons, Papprollen von Toilettenpapier und Küchenrolle, leere Milchtüten, Marmeladengläser und Frischhalteboxen von Tomaten & Co. Was wir daraus machen wollen, zeige ich Euch in einem späteren Beitrag.

Und damit uns die Wartezeit auf das erste frische Grün im Garten nicht allzu lang wird, haben wir uns den Frühling schon mal ins Haus geholt.








Dienstag, 14. Januar 2014

Und sie dreht sich doch ...

Es ist noch gar nicht so lange her, da hatte ich meinen Rückzug aus Facebook und Co. verkündet. Und mich damit wunderbar gefühlt. Was blieb, war allerdings ein Rest Unsicherheit. Wie sollte ich für meine Bücher werben, wenn alle Welt sich nur noch online tummelt? Wie würde ich in Zukunft Rezensionen verlinken, Neuerscheinungen vorstellen oder Lesungstermine bekanntgeben. Es waren Kollegen, die dann zu mir sagten: "Es war dumm, sich bei FB zu löschen. Man braucht diesen und andere Kanäle heute, um auf sich aufmerksam zu machen."
Ich ließ mich überreden. Wider besseres Wissen. Denn ich hatte mich nach meinem "Ausstieg" aus den Tiefen des Social-Media so gut gefühlt, wie schon lange nicht mehr. Ein neuer FB-Account wurde angelegt, Twitter wurde reaktiviert. Und schon nach wenigen Wochen war ich am gleichen Punkt wie zuvor. Ich versank hilflos in einem Morast aus Postings, die die Welt nicht braucht, peinlichen Videos, Katzenfotos und politischen Diskussionen, die diesen Namen gar nicht verdient haben. Ich ärgerte mich über mich selbst. Weil ich mich überreden ließ, da wieder mitzumischen. Und weil ich wieder anfing, die Welt nicht mehr mit meinen, sondern mit den Augen von Facebook zu betrachten.
Ich habe für mich die Konsequenzen gezogen und meine Accounts wieder gelöscht. Endgültig diesmal. Ich fühle mich wie befreit. Befreit von Zwängen, die ich mir doch selbst auferlegt hatte. Und plötzlich erlebe ich wieder das, was Nikola Hotel in ihrem Blog als die "große Sehnsucht" beschreibt:
In mir ist eine große Sehnsucht nach den Zeiten, als man noch ganze Texte las und verstand. Nicht bloß Kurznachrichten. Als man sein Essen noch genoss und aß, anstatt es zu fotografieren. Als man noch ein Bauwerk besichtigen, einem Lied lauschen oder in den Bildern eines Films schwelgen konnte, ohne hinterher oder sogar währenddessen darüber zu tweeten und zu posten.

Ich war in den ersten Januar Tagen mit dem Mann eine Woche in Weimar. Wir bummelten durch die Altstadt, genossen die berühmten Klassiker, ihre Wohnhäuser und Gärten, schwelgten in Literatur und Cafés und plötzlich fiel es mir auf: Fast alle Besucher der historischen Stätten betrachteten diese nicht mehr mit ihren Augen, sondern nur noch durch den Sucher ihrer Smartphones.
Vor wenigen Wochen noch hätte ich selbst jeden Grabstein, jeden Beweis für mein kulturelles Interesse, ja selbst die Torte aus dem Café Residenz mit meinem Handy fotografiert und sofort gepostet. Als ob all diese Dinge nur etwas wert sind, wenn sie von möglichst vielen Menschen geliked, geteilt oder retweetet werden. Es war eine ungeheure Erleichterung, das nicht mehr tun zu müssen. Und auch gar nicht mehr zu wollen. Es fühlt sich an, wie ein Befreiungsschlag, die Welt nicht mehr den ganzen Tag durch die Augen unzähliger Facebookprofile betrachten zu müssen, sondern sich ganz alleine auf seine eigenen Augen, Ohren und Empfindungen verlassen zu dürfen.


Und dann fiel mir dieser Zeitungsartikel in die Hand. Da ich im Urlaub war und die Zeitung in einem der Cafés auslag, habe ich den Artikel weder mitgenommen noch mir aufgeschrieben, in welcher Zeitung er stand. Aber den Inhalt habe ich mir gemerkt, denn er hat mich betroffen gemacht.
Es ging um Einsamkeit. Und darum, wie einsam wir alle sein müssen, wenn wir in der Weihnachtszeit und der Zeit des Jahreswechsels nichts Wichtigeres zu tun haben, als jede Minute unter dem Weihnachtsbaum sofort mit der Facebooknation zu teilen. Was ist das für eine Welt, in der Besinnung nur noch virtuell durch Fotos von (elektrischen) Kerzen stattfindet, in der der Klick auf die Massen-Neujahrswünsche um punkt Zwölf wichtiger ist, als das Anstoßen mit den Liebsten? Was ist das für eine Welt, in der Todesanzeigen für Menschen gepostet werden, die gerade im Krankenhaus um ihr Leben kämpfen, nur um der erste zu sein, der möglichst viele Likes erhält. 
Oder - um die wunderbare Nikola Hotel noch einmal zu zitieren - was ist das für eine Welt, in der Menschen aus einem Satz nicht mehr heraushören, wie er gemeint ist, wenn kein Smiley dahinter steht?
Ich will das alles nicht mehr. Ich will Gespräche, die echt sind, Umarmungen, die man fühlen kann, Mahlzeiten, die man schmecken kann und Katzen, die man streicheln kann. Und vor allem will ich das alles, ohne mir die ganze Zeit dabei überlegen zu müssen, was davon ich wie auf Facebook teilen könnte und ich will es, ohne alle paar Minuten gucken zu müssen, ob es auch möglichst viele Menschen gelesen haben.
Und statt mich in Hunderten von nichtssagenden Tweets zu verlieren, greife ich in Zukunft lieber wieder zu einem guten Buch.
Ich habe meine Accounts diesmal still und leise (schon Ende November) gelöscht, ohne mich blumig von der Facebookgemeinde zu verabschieden. Und ich habe mich nicht wirklich darüber gewundert, dass von meinen rund 1500 "Freunden" offenbar nicht ein einziger mein Fehlen bemerkt hat.

Und da ich gerade aus Weimar komme: Es war Goethe, der sich nach einer Gegenbewegung sehnte zu dem "größten Unheil" der europäischen Zivilisation, die in ihrem Zeit verschlingenden Tempo "im nächsten Augenblick den vorhergehenden verspeist." (Goethe an Nicolovius im November 1825)

Die Welt dreht sich auch ohne Facebook und Co. weiter. Und ich genieße die neue Langsamkeit.