Donnerstag, 21. April 2016

Vom Schreiben und Lesen

Hier ist es schon wieder viel zu still geworden. Geschuldet ist die Stille meiner wie immer viel zu knapp bemessenen Zeit. Eigentlich bräuchte ich jeden Tag eher 48 Stunden, um alles unterzubringen, was so untergebracht werden will. Und dann noch ein bisschen mehr Zeit,  um auch alles aufzuschreiben und euch zu erzählen.
Um meinen Blog nicht ganz aus den Augen zu verlieren und euch wenigstens ein bisschen auf dem Laufenden zu halten, habe ich mich heute zu einem knappen Update entschlossen, Fotos werden dann nachgereicht.

Schreiben I: Ich schreibe aktuell an einem Jugendroman, der einer kräftigen Überarbeitung bedarf, nebenbei spukt mir eine neue Geschichte für ein Kinderbuch im Kopf herum, die zumindest skizziert werden will, bevor sie beleidigt ist und sich eventuell einen anderen Kopf zum Spuken sucht. Das dritte Projekt, das mich aktuell in Atem hält, ist die Bearbeitung eines Romans von mir, der zur Zeit vergriffen ist und den ich in Eigenregie wieder unter die Leser bringen will. Schwarz wie Schnee. Nach wie vor in den Schulen ab Klasse 7 das beliebteste Buch, fast immer soll ich aus Schwarz wie Schnee lesen und in letzter Zeit muss ich diesen Wunsch leider oft ablehnen, weil das Buch nicht mehr käuflich zu erwerben ist. Daran will ich etwas ändern, aber das kostet eine Menge Zeit, die ich eigentlich nicht habe. Siehe oben.

Schreiben II: Eine der schönsten Veranstaltungen in diesem Jahr teilte ich mir mit meinem Kollegen Heiko Wolz. Zusammen waren wir eingeladen, in Zeil am Main einen Schreibworkshop zu leiten. Das allein wäre ja noch nicht so ungewöhnlich, weil sowohl Heiko als auch ich oft und gerne Schreibwerkstätten in Schulen durchführen. Diesmal waren unsere "Schreibschüler" aber keine Kinder, sondern Deutschlehrerinnen und -lehrer aus Zeil und Umgebung, die einmal einen Blick in unsere Trickkiste werfen wollten. Zusammen hatten wir sehr viel Spaß, vor allem das gemeinsame Plotten der Geschichte vom "feuerroten Entenfrosch", der sich doch eigentlich nur nach einem Kuss sehnt, dazu seinen Tümpel verlassen muss und ausgerechnet seinem Erzfeind, dem gefährlichen Babydrachen, über den Weg läuft, das ganze angelehnt an die klassische Heldenreise und gewürzt mit Ausflügen zu Harry Potter, Star Wars oder Herr der Ringe, dürfte allen in Erinnerung bleiben. Danke an Heiko - ich habe teilweise Tränen gelacht  und - ich sehe die Heldenreise jetzt mit ganz anderen Augen!

Lesen: Im Frühling ist Lesezeit, der Welttag des Buches steht vor der Tür, ich bin viel unterwegs, vor ein paar Tagen war ich in der Umgebung von Bamberg, in ein paar Tagen fahre ich nach Wörlitz, zwischen beiden Städten liegen knapp 300 KM. Fahrtzeit ist Arbeitszeit, zumindest soweit ich sie im ICE verbringe, so schaffe ich es, auch an Lesetagen wenigstens ein bisschen zu schreiben. Anfang Mai bin ich dann eine Woche in Hildesheim unterwegs, um dort während der Hildesheimer Kinder- und Jugendbuchwoche an zahlreichen Schulen zu lesen.

Haus und Hof: Das alles würde ich gar nicht schaffen, ohne den wunderbaren Mann an meiner Seite, der sich in der Zwischenzeit um Kinder und Viecher und Haus kümmert. ... und zwar so intensiv, dass er mal eben noch flugs das ganze Haus von Kopf bis Fuß renoviert (Dauerbaustellen lassen mich zum Glück ziemlich kalt). Fotos reiche ich nach, sobald Tapeziertisch und Gipseimer hier wieder verschwunden sind. Versprochen!

Garten: In Zeil wurde ich gefragt, ob meine Tomatenkerne auch angegangen sind. Sind sie! Inzwischen stehen auf der Fensterbank zahlreiche kleine Tomatenpflänzchen und warten sehnlichst darauf, dass sie ins Freie dürfen. Auf der Terrasse gedeihen schon verschiedene Salate, Kohlrabi, die Erbsen fangen an zu ranken, erste Radieschen, Zwiebeln, Knoblauch, die ersten Erdbeeren färben sich rot, Zitronen machen ja immer alles gleichzeitig von der Blüte bis zur Frucht, jede Menge Kräuter warten auf die Ernte und die Kartoffeln müssen schon angehäufelt werden. Auch hier muss ich euch dringend Fotos nachliefern.
Vor allem von unseren munteren Kaninchen, denen wir inzwischen einen Freilauf gebaut haben, damit sie auch von unserem Wildkräutergarten (andere nennen es Unkraut) profitieren können.

Kinder: Weil wir uns sonst am Wochenende vielleicht langweilen könnten, schieben wir am kommenden Sonntag nochmal eben flugs eine Konfirmation ein ☺
Der Mittlere - Paul - wird konfirmiert und bis dahin spätestens muss die Baustelle verschwunden und das Haus wieder in einem vorzeigbaren Zustand sein.



Ich bin sicher, wir schaffen das. Sollte aber jemand über Hermines Zeitumkehrer verfügen, wäre ich trotzdem ein dankbarer Abnehmer.

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