Donnerstag, 27. Oktober 2016

Nochmal ganz neu

Nachdem mein Schweinchen "Florentine" eine neue Verlagsheimat gefunden hat, freue ich mich jetzt riesig darüber, dass auch ein Jugendroman von mir an anderer Stelle wieder veröffentlicht wird.
Vor dem neuen Erscheinungstermin steht aber die Arbeit. Denn der neue Herausgeber braucht jetzt das druckfähige Manuskript. Nichts leichter als das, sollte man meinen, schließlich liegen die Druckfahnen ja vor. Pustekuchen. Schwarz wie Schnee ging damals in den Druck, ohne dass ich die Druckfahnen je zu Gesicht bekommen hätte. Das lag an verschiedenen ungünstigen Faktoren, an Krankheiten, an Durcheinander im Verlag, an Zeitdruck.


Deshalb muss ich jetzt Wort für Wort und Seite für Seite die mir vorliegende Word-Datei mit dem Endergebnis, dem gedruckten Buch, abgleichen. Und schauen, was damals vom Verlag noch geändert worden ist.
Zuerst dachte ich, am einfachsten sei diese Arbeit zu zwei zu erledigen. Einer liest vor, der andere liest im Manuskript mit und korrigiert gegebenenfalls. Aber schon nach dem ersten Absatz wurde mir klar, dass es so nicht funktioniert. Weil nämlich damals vom Verlag nicht nur Text, sondern auch Zeichensetzung teilweise geändert worden ist. Oder ab und zu Wörter kursiv gesetzt wurden, die ich nicht kursiv hatte und ähnliches mehr. All das hört man beim Vorlesen nicht heraus oder aber, man müsste jedes Satzzeichen laut mitlesen. Das wäre mühselig.
Also liegt jetzt der aufgeschlagene Roman vor mir, das Manuskript leuchtet auf dem Monitor und ich lese Satz für Satz, Wort für Wort zweimal und vergleiche.
Das dauert bei 450 Seiten. Und ist eine anstrengende Konzentrationsübung.

Aber: Wenn man trotz dieser doppelten Leseübung und trotz dem mühsamen Fehlersuchen beim Lesen vor lauter Spannung eine Gänsehaut bekommt, dann hat man damals beim Schreiben etwas richtig gemacht.
Und die Vorfreude auf die Wiederbelebung dieses Romans rechtfertigt jede Minute Arbeit, die ich jetzt nochmal hineinstecken muss!

Kommentare:

Hanne~BookLounge Lesegenuss hat gesagt…

Liebe Jutta,
auch wenn da ein "BERG" von Arbeit vor dir liegt, freue ich mich, dass das Buch neu herauskommt. Ich habe es immer noch in meinem Regal. Es gehört zu den Büchern, die ihren Platz innehaben und nicht verlassen.
Alles Gute
Hanne

Jutta Wilke hat gesagt…

Liebe Hanne, ja ich freue mich auch sehr. Denn nach wie vor ist "Schwarz wie Schnee" das beliebteste Vorlese-Buch bei den Jugendlichen in den Schulen. Und es war in den letzten Monaten immer schade, wenn ich ihnen sagen musste, ich lese euch gerne daraus vor, aber ihr könnt es nicht mehr kaufen. Jetzt können sie es bald wieder und dafür lohnt sich jede Minute, die ich investiere.
Liebe Grüße
Jutta

Hanne~BookLounge Lesegenuss hat gesagt…

Ich hatte mein Buch der Tochter meiner Kollegin gegeben. Und sie wollte es mir unbedingt abkaufen. Aber das habe ich natürlich nicht gemacht, da dies wie schon oben geschrieben nicht weggeht. Nun kann ich ihr sagen, dass es das Buch in bälde zu kaufen gibt. Werde es dann ja hier lesen, wo und die Info dann weitergeben.
Vielen Dank - auch zu deinem vorherigen Posts betr. der Lebensmittel. Das war völlig neu für mich. Allerdings sind wir jetzt auch nur noch ein 2-Personen-Haushalt ☺
Liebe Grüße und hoffentlich ein nicht zu stressiges Wochenende.
Hanne

Alice Gabathuler hat gesagt…

So gut - diesen Arbeitsprozess kenne ich auch. Ich mach den grad mit "Schlechte Karten" durch. Ist total intensiv. Aber du wirst sehen, das wird sich lohnen! Ich freu mich riesig, dass das jetzt gut kommt. Das Buch hat es mehr als verdient.

PS für alle, die es nicht wissen: Schwarz wie Schnee war auf der SHORTLIST zum Hansjörg-Martin-Preis (das ist der Preis für den besten deutschen Jugendkrimi und auf die Shortlist schaffen es nur fünf Titel).

Annett Cipolletta hat gesagt…

Liebe Jutta,
schön dass das Buch neu aufgelegt wird. Dario hat es geliebt. Es war das beste Buch, das er je gelesen hat.
Für die Vorarbeit nun wünsche ich dir viel Erfolg.
Alles Liebe
Annett