Mittwoch, 26. April 2017

Leseprobe Roofer

Heute ist es bei mir eingetrudelt. Das allererste gedruckte fix und fertige Vorab-Leseexemplar meines neuen Romans Roofer. Und in echt kommt das Cover noch viel viel besser als auf den Fotos. Richtig fein mit glänzendem Spotlack. Ich habe immerzu über die roten Turnschuhe des Jungen gestreichelt.




Und zeitgleich dazu gibt es vom Coppenrath-Verlag ein ganz besonderes Häppchen: Eine Online-Leseprobe. Wer auf das unten stehende Bild klickt, kann sich die kostenlose Leseprobe der ersten drei Kapitel gleich herunterladen.
Ich wünsche allen, die jetzt schon neugierig sind, viel Spaß beim Lesen. Roofer ist dann endgültig ab Juni 2017 im Handel.

Zum Download bitte das Bild anklicken

Samstag, 22. April 2017

Vorfreude ist die schönste Freude

... und diesmal kann ich sie sogar mit euch teilen.

Roofer ist auf dem Weg in die Buchhandlungen. Und so sieht er aus, mein neuer Roman.




Wenn ihr das Buch aufklappt, ergeben Vorder- und Rückseite ein wunderbares Ganzes. Selten war ich mit einem Cover so glücklich wie mit diesem.




Ein bisschen müsst ihr euch noch gedulden, der Erscheinungstermin wird irgendwann im Juni sein. Aber - siehe oben - Vorfreude ist ja auch schon mal was, oder?

Zur Entstehungsgeschichte, zum Inhalt, zu den Hintergründen dann später mehr.





Donnerstag, 20. April 2017

Wir beginnen dieses Leben zu lieben

Zugegeben, ich bin ein bisschen in der Versenkung verschwunden. Das hat gleich mehrere Gründe.
Der beste: Ich stecke mitten in einem Manuskript, ein Jugendbuch diesmal und noch dazu ein Herzensprojekt, in dem es ganz viel ums Anderssein geht und darum, wie aus dreimal anders doch einmal Miteinander werden kann. Ein Sommerbuch irgendwo mitten in schwedischen Birkenwäldern. Ein bisschen Geduld müsst ihr noch haben, dann erzähle ich euch mehr.


Der zweite Grund: Die aktuelle Politik, das Tagesgeschehen. Manchmal mochte ich den Computer schon gar nicht mehr hochfahren, die sozialen Netzwerke schon gar nicht mehr nach Nachrichten durchforsten. Von Trump über Erdogan, jeden Morgen bin ich fast dankbar dafür, dass diese Erde sich überhaupt noch dreht. Und jeden Abend beim Einschlafen hoffe ich, dass sie das auch am nächsten Morgen noch tun wird. Ich habe mich - Twitter sei dank - ziemlich in die Geschehnisse reingesteigert. Und habe gemerkt, das tut mir nicht gut. Ich bin zwar ein aktiver und durchaus auch politischer Mensch, aber hier fühle ich mich Geschehnissen hilflos ausgeliefert, an denen ich nichts ändern kann. Und das machte mich zunehmend erst müde, dann krank. 

Ich habe eine Fluchttür gesucht und auch gefunden: Das Schreiben. Ich habe schon lange nicht mehr so viel geschrieben wie in den letzten Wochen. Nicht nur am Manuskript, nein, auch wenn Frau Agentin das sicher inständig hofft. Aber ich habe auch viele Schreibübungen gemacht, Kurzgeschichten geschrieben, Morgenseiten wurden zu Mittags- und dann wieder zu Abendseiten. Ich habe ganze Kladden mit meinen Gedanken, Gefühlen, Beobachtungen gefüllt. Habe mich auf Schreibabenteuer und Schreibspiele eingelassen, habe die Welt um mich herum aus der Perspektive meines Küchentisches, einer Stehlampe oder auch einer Blaumeise betrachtet. Und auf einmal, weit weg vom großen Weltgeschehen ist mir das passiert, das Natalie Goldberg in ihrem wunderbaren Buch vom "Schreiben in Cafes" so beschreibt:

Wir beginnen, dieses Leben zu lieben, weil es unseres ist und wir in diesem Augenblick nichts Besseres finden werden.

Diese Erkenntnis traf mich wie ein Blitz. Nicht, weil sie so neu ist, aber weil ich sie fast vergessen hatte in all dem Gewusel um mich herum. Ich habe mir das Leben, in dem ich mich fast verloren hatte, wieder herbei geschrieben. Und es ist nicht einmal so, dass ich in diesem Augenblick nichts besseres finde, es ist vielmehr so, dass es das beste ist, das ich habe. Denn es ist mein Leben. Und mein Schreiben, ohne das es gar nicht mein Leben wäre.

Susan Sonntag hat gesagt: Ich schreibe, um herauszufinden, was ich denke. Viel zu lange habe ich gedacht, um herauszufinden, was ich schreiben soll. Und mich damit über viele Monate selbst blockiert. Es war ein bisschen so wie Bücher darüber zu lesen, wie wichtig das Atmen ist, statt einfach zu atmen. Jetzt schreibe ich wieder. Und atme. Die Welt da draußen ist keine bessere geworden. Aber es ist wieder meine. Und in ihr verbergen sich noch tausend Geschichten, die gefunden und aufgeschrieben werden wollen. So wie die vom Anderssein.


Dienstag, 11. April 2017

Gartenspaziergang

Mein Garten war zwei Jahre lang Brachland. Ist immer noch wild und wüst an vielen Stellen. Aber zwei Gemüsebeete und ein Hochbeet sind inzwischen entstanden. Und viele kleine blühende Inseln. Einen ersten Rundgang habe ich für euch mit der Kamera festgehalten.















Montag, 10. April 2017

Wenn man etwas wirklich will ...

... muss man es nur tun.

Der Satz könnte zwar von mir sein, ist es aber nicht. Ich habe ihn auf der Homepage von Hannah gefunden. Hannah Petereit.
Dabei habe ich eigentlich gar nicht Hannah gesucht, sondern ein Monster. Ja, ihr habt schon ganz richtig gelesen, denn genau die tummeln sich in Scharen auf Hannahs Seite. Wörter fressende große und kleine, dicke und dünne, männliche und weibliche Monster.
Entdeckt habe ich Hannah und ihre Monster via Twitter. Unter dem Hashtag #monstermotivation sind sie mir zum ersten Mal begegnet. Und ich dachte sofort: Das MUSS ich ausprobieren. Und - ich muss es euch zeigen.

Also habe ich die Monstermotivationsseite gesucht und zunächst Hannah gefunden.
Hannah schreibt von sich, dass sie mit ihrer Seite Mut machen will, Mut, Träume zu Zielen zu machen und sie zu erreichen. 
Ein Ziel beim Schreiben ist es immer wieder, Geschichten nicht nur anzufangen, sondern auch fertig zu schreiben. Seite um Seite zu füllen, auch wenn es manchmal schwer fällt. Schreiben ist ein einsamer Job. Da kann man einen Mutmacher ab und zu gut gebrauchen. Nicht umsonst machen beim aktuellen Camp NaNoWriMo wieder tausende Schreibwütige mit. Um sich gegenseitig zu motivieren, um sich selbst ein bisschen Druck zu machen, den angefangenen Text auch fertig zu schreiben. Anders als beim klassischen NaNoWriMo, bei dem es ja darum geht, innerhalb eines Monats 50.000 Wörter zu schreiben, setzt sich im Camp jeder sein Ziel selbst. Da werden Wörter gezählt, aber auch gefüllte Seiten, Arbeitsminuten, vollendete Projekte, jedem bleibt selbst überlassen, was er erreichen will.
Fakt ist: Ein bisschen Motivation brauchen wir alle. Auch nach dem NaNoWriMo oder nach dem Camp könnte so eine kleine Unterstützung nichts schaden. Und genau dafür hat sich Hannah etwas ganz Besonderes einfallen lassen:

Monster. Monster, die Wörter fressen, sprich, die mit eurem Wordcount ernährt werden müssen. (Ist  es böse, wenn ich mich dabei an die alten Tamagotchi erinnert fühle?)

Wie das funktioniert? Man registriert sich auf der Seite Monstermotivation, sucht sich eins der zur Adoption stehenden Monster aus (am Bahnhof kommen täglich neue Monster an) und schon ist man für sein Monster verantwortlich. Jetzt muss es regelmäßig gefüttert werden, damit es ihm gut geht. Wichtig: Wenn ihr euch ein Monster aussuchen wollt, passt ein bisschen auf, es gibt solche, die wollen täglich ihre Ration Wörter schlucken und andere, die mit einer wöchentlichen Fütterung einverstanden sind. Aber hungrig sind sie alle. 

Holger

Ich habe Holger adoptiert. Holger sieht gemütlich aus. Und er mag den Duft von Papier. Da haben Holger und ich etwas gemeinsam. Holger ist nicht total verfressen, aber doch ziemlich hungrig. 4.500 Wörter kann er pro Woche verdrücken. Die muss ich jetzt ranschaffen, damit es Holger gut geht.


Damit man beim Monster Hegen und Pflegen nicht so alleine ist, kann man sich auf der Seite auch noch mit anderen Monsterbesitzern austauschen. Und sich gegenseitig motivieren. Ich muss jetzt aber erstmal für Futter sorgen. Denn so wirklich weiß ich noch nicht, wie Holger reagiert, wenn ich ihm nicht genug Input liefere. Und ich möchte es auch lieber nicht darauf ankommen lassen.



Freitag, 17. März 2017

Aus Schreibwerk wird Wort.Art

Bestimmt hat sich der/die eine oder andere von euch schon gewundert: ich habe meinen Blog umbenannt. Schreibwerk hat einfach nicht mehr ausgereicht, für alles, was ich hier zusammentrage. Der Name Wort.Art ist allerdings auch nicht neu, es gibt ihn schon lange, ursprünglich stand er für unser kleines Salontheater, das der Liebste und ich im Wohnzimmer ins Leben gerufen hatten, später umfasste er alles, was ich/wir mit Worten, mit Sprache machen, mein Schreiben genauso wie meine Begeisterung für Literatur, aber eben auch alles, was mit Kunst zu tun hat, im engen wie im erweiterten Sinn. Deshalb habe ich mich entschieden, den (alten) neuen Namen Wort.Art für dieses Weblog zu übernehmen und ich hoffe, dass ihr euch genauso schnell daran gewöhnt wie ich.

Es war Teil meiner Entrümpelungsvorsätze, auch einmal meinen Blog und meine Homepage aufzuräumen. Im Grunde wünsche ich mir mal ein umfassendes professionelles Design mit professionellen Fotos etc., aber das ist im Moment einfach finanziell nicht drin, deshalb bleibe ich vor allem auf der Homepage noch bei der alten Vorlage, habe aber die Schreibkurse mit auf die Autorenseite übernommen, die Bücher etwas übersichtlicher strukturiert und hoffe, dass sich jetzt alle wieder besser zurecht finden.

Ansonsten war ich in den letzten Tagen mit dem Korrekturlesen der Druckfahnen zu meinem neuen Roman beschäftigt. Ich liebe es ja, Druckfahnen zu lesen, allerdings war es diesmal ein besonders hartes Stück Arbeit, weil ich nur sehr wenig Zeit zur Verfügung hatte. Aber jetzt ist alles in trockenen Tüchern und mein neuer Jugendroman kann in den Druck gehen.
Sehr gespannt warte ich noch auf das Cover. Einige vielversprechende Entwürfe durfte ich schon sehen, aber das Endergebnis steht noch nicht ganz fest. Ich halte euch auf dem Laufenden!

Neben Druckfahnen und virtuellem sowie häuslichem Entrümpeln stehen die Vorbereitungen für die Leipziger Buchmesse auf dem Programm.
Am Vorabend der Messe wird Deutschlands erster bundesweiter Kinderbuchautorenkongress dort stattfinden, den Andreas Schlüter (federführend!) zusammen mit mir organisiert hat. Ich bin mehr als gespannt, welche Ideen wir dort entwickeln werden, welche KollegInnen ich dort überhaupt treffen werde und wie es danach weitergeht. Keine Sorge - ich werde berichten.

Jetzt freue ich mich erstmal auf einen gemütlichen Abend in meiner Lieblingsbuchhandlung Buchladen am Freiheitsplatz, in der Sarah Reul, besser bekannt als @pinkfisch und Malu Schrader aka @buchbuechse in den #Indiebookday hineinfeiern und uns ihre Lieblingsindies vorstellen wollen.

Wer schon mal einen ersten Blick riskieren will, kann sich hier vorab das Video zum Indiebookday mit Pinkfisch angucken. Viel Spaß!






Donnerstag, 2. März 2017

Von Mammuts, goldenen Pokalen und Hoppelvasen

Die Anfänger unter meinen LeserInnen können sich freuen. Und ich freue mich natürlich auch. Pünktlich zum März erschienen gleich drei Bücher von mir bei Fischer Duden.

Ein alter Bekannter wurde unter dem Label "Leseprofi" neu aufgelegt:




Mein Ratekrimi "Der Pokal ist weg" für LeserInnen der 3. Klasse erschien jetzt in einem spannenden Geschichtenbuch zusammen mit anderen Geschichten auch noch einmal ganz neu:



Und für die ErstleserInnen schwingt ab sofort Fee Flora ihren Zauberstab. Weil Flora aber noch nicht richtig lesen kann, geht bei ihren Zaubereien noch allerhand schief.



Ich freue mich jetzt jedenfalls wieder auf viele spannende Lesungen bei großen, kleinen und mittleren Lesekindern in den Grundschulen. Wer gerne möchte, dass ich auch bei ihm in der Grundschule lese, kann mich einfach über meine Homepage kontaktieren.



Mittwoch, 1. März 2017

Weniger ist manchmal mehr

Pünktlich mit dem 1. März beginnt wieder die Fastenzeit.
Ihr wisst, dass ich mir mit meinen Kindern jedes Jahr etwas habe einfallen lassen, auf das wir gemeinsam dann 40 Tage lang verzichtet haben. Süßigkeiten waren schon dabei, 40 fleischfreie Tage, 40 Tage Verzicht auf das Fernsehen (was zumindest bei mir zum Dauerverzicht geführt hat) und ähnliches mehr.
In diesem Jahr treibt mich der Gedanke an die Fastenzeit und daran, worauf ich verzichten könnte, schon eine ganze Weile um. Denn ich fühle mich zur Zeit völlig begraben unter Ballast. 
Ich sehne mich nach mehr Leichtigkeit im Leben, und das nicht nur in körperlicher Hinsicht, und habe mich deshalb mal ein bisschen auf die Suche gemacht nach Dingen, die mir das Leben schwer machen und die ich eventuell entrümpeln könnte.
Und dabei ist so ganz nebenbei eine ganz lange Liste entstanden, die ich mir nach und nach vornehmen will. Da sind zum Beispiel

Dinge, die ich nicht mag


Ganze Schränke füllen diese Dinge. Und das fliegt jetzt raus. Aber nicht nur Gegenstände oder Kleidungsstücke werde ich aussortieren, sondern auch sonst im Leben will ich öfter drauf hören und fühlen, was ich mag und was ich nicht mag. Und Verabredungen, auf die ich keine Lust habe, gar nicht erst treffen. Kinofilme, die mich nicht wirklich interessieren, gar nicht erst anschauen. Öfter mal NEIN sagen, statt immer alles abzunicken. Und für die überflüssigen Sachen, die sich noch verkaufen lassen, habe ich mir schon einen Flohmarkttermin rausgesucht.

Dinge, dich ich nicht brauche


Hier gilt fast das gleiche wie oben schon gesagt. Natürlich umgibt man sich ab und zu auch mit Dingen, die man nicht wirklich braucht, die man aber schön findet. Ab und zu. Bei mir sind die Grenzen dieses ab und zu schon lange überschritten. Und deshalb werde ich auch hier gucken, was weg kann und was mir nur unnötig Schränke und Schubläden füllt.

Kilos, die ich nicht brauche


Ein heikles Thema. Und trotzdem habe ich zu allererst einmal sämtliche Diätbücher aus dem Regal geräumt und in die Flohmarktkiste gepackt. Denn Diäten brauche ich auch nicht mehr. Außerdem will ich keine Fertiggerichte, keinen Süßkram, keine Chemie mehr im Essen. Ich möchte zurück zu ursprünglicherem Essen, deshalb fliegen auch die Fertigsoßen und -gerichte aus dem Schrank. Statt dessen soll es noch mehr Gemüse und Obst hier geben, am liebsten aus dem eigenen Garten. Der muss dazu aber ebenfalls erstmal entrümpelt werden, denn zwei Jahre lang habe ich ihn völlig brach liegen lassen, teils aus Bequemlichkeit, teils aus Zeitmangel. 
Jetzt habe ich angefangen, ihn zu entrümpeln, zu roden, zu schneiden, zu sägen, Beete anzulegen und ihn wieder benutzbar zu machen. Mehr darüber demnächst. Ein erstes Frühbeet habe ich jedenfalls schon mit Salat gefüllt. Tschakka.

Arbeit, die ich nicht brauche


Grundsätzlich freue ich mich über Arbeit. Über Aufträge, über Schreibarbeit, über Lesungsanfragen, denn davon lebe ich ja größtenteils. Aber trotzdem habe ich immer wieder auch Arbeit, die unnötig wäre, weil ich schlecht Nein sagen kann, weil ich nicht loslassen, nicht delegieren kann, weil ich oft nicht sehe, dass ich nicht alles selbst und alleine machen muss. Auch hier will ich ansetzen.

Dinge, die zur Sucht werden können


Dazu gehören für mich nicht nur Süßigkeiten, sondern auch die sozialen Netzwerke, das Smartphone und ähnliches mehr. Hier suche ich noch nach einer Strategie.

Unfertige Dinge


Das Haus ist voll von kleineren und größeren Baustellen. Das kostet nicht nur Geld, sondern oft auch Nerven. Auch hier will ich mir einen Plan überlegen, wie ich das alles besser in den Griff bekommen kann. 

Ihr seht, da ist schon einiges zusammen gekommen. Und es wird vermutlich noch mehr. Deshalb will ich auch gar nicht alles heute abhandeln, sondern euch nach und nach berichten, welche Lösungen ich gefunden habe. 

Vielleicht ist ja der eine oder andere Tipp auch für euch dabei und vielleicht habt ihr ja auch den einen oder anderen Tipp für mich. Denn eines steht für mich fest: mein Leben muss leichter werden. Übersichtlicher. Ruhiger. Damit ich wieder durchatmen kann und nicht länger das Gefühl habe, keine Luft mehr zu bekommen. 

Ich habe mir auch ein paar Spiele ausgedacht, die beim Ordnung machen und Entrümpeln helfen können, weil sie den Schweinehund austricksen und sogar den Kindern Spaß machen. Auch darüber demnächst noch mehr. 



Freitag, 17. Februar 2017

Kunst in ihrer Vielfalt

Gestern durfte ich eine ganz besondere Ausstellung besuchen.
Die HFG - Hochschule für Gestaltung - in Offenbach hat die Arbeiten ihrer Erstsemester-Studenten ausgestellt.
Die Ausstellung begeisterte mich vor allem wegen ihrer Vielfalt. Von schlichten Bleistiftzeichnungen über Action-Painting, von Bildhauerei über verschiedene Drucktechniken, Ölmalerei bis hin zu Video-Installationen, Tonaufnahmen, Theateraufführungen, raumfüllenden Installationen und vielem mehr war wirklich so ziemlich alles vertreten, was an dieser Kunsthochschule gelehrt wird. Und die Ausstellung betraf lediglich das erste Semester!

Ich habe ein paar der Kunstwerke fotografiert, lasst sie einfach auf euch wirken.

© Jan Trinkaus


© Jan Trinkaus



© Jan Trinkaus




© Jan Trinkaus


© Tobias Krämer


© Tobias Krämer



© Tobias Krämer


© Tobias Krämer



© Nils Julius Jeske



© Nils Julius Jeske 



© Christian Leicher



© Simon Gerstner


© Lennart Schweigert


PS: Die noch fehlenden Namen liefere ich selbstverständlich nach.

Samstag, 11. Februar 2017

Frühlingssehnsucht

Seit Tagen wälze ich Gartenzeitschriften und Gartenbücher. Vor dem letzten Frost habe ich bereits ein paar Obstgehölze geschnitten. Aber sehr viel mehr als Aufräumarbeiten ist noch nicht drin. Der Winter ist definitiv noch lange nicht vorbei.
Ein paar Sämereien auf der Fensterbank - eigentlich auch noch viel zu früh - konnten mich auch nicht restlos zufriedenstellen. Deshalb habe ich kurzentschlossen zum Farbtopf gegriffen und mir den Frühling ins Haus geholt.

Dazu habe ich Kreidefarben benutzt, ein Material, das ich schon lange einmal ausprobieren wollte, weil es so herrlich unkompliziert ist. Und ich bin ehrlich begeistert. Schon lange hat mir das Anmalen von Möbeln nicht mehr so viel Spaß gemacht.
Ein paar Tulpen durften dann doch noch einziehen und ich finde, jetzt sieht es gleich schon ein bisschen mehr nach Frühling aus.

So sahen Tisch und Stühle vorher aus



Und das habe ich gestern daraus gemacht. 



Auch das kleine Tischchen - vorher dunkelbraun - hat einen neuen Anstrich bekommen



Noch ein paar Tulpen ...



Freitag, 27. Januar 2017

EINE MINUTE VOR ZWÖLF

Am Tag der Vereidigung des aktuellen amerikanischen Präsidenten, dessen Name man am liebsten unter die Harry-Potter-Kategorie dessen "der nicht genannt werden darf" einordnen möchte, ging ein Aufschrei durch Twitter. Denn pünktlich zum Eid auf zwei (!) Bibeln wurde aus dem ehemaligen Twitter-Account @potus von Obama der Account @potus44 und Trump bekam den offiziellen @potus-Account. Hatte alles noch seine Richtigkeit, wenn auch ein hämisches Grinsen durch die Twitter-Welt ging, als man erkannte, dass Trumps Hintergrundbanner die Aufnahme eines Fahnenmeeres anlässlich Obamas Inauguration war.
Nur wenige Sekunden später dann der oben erwähnte Aufschrei: Entfolgen, entfolgen! Denn logischerweise waren die alten @potus-Anhänger plötzlich auch zu den neuen geworden. Und wer Obama auf Twitter folgte, wollte das in der Regel keinesfalls gleichzeitig auch mit Trump tun.
Auch ich habe Trump sofort gelöscht und ihn sogar blockiert in einem ersten Überschwang von "hier kann ich jetzt mal handeln". Aber war das wirklich so schlau?

Diese Frage bezieht sich nicht nur auf den amerikanischen Präsidenten.
Wie eigentlich alle aus meiner Timeline weigere ich mich genauso, AFD-Mitgliedern und ihren Anhängern zu folgen, Verkünder rechtsradikaler Parolen findet man unter jenen, denen ich auf Twitter folge, ebenfalls nicht. 

Ich befinde mich mit meinen Followern in bester Gesellschaft. Wir twittern und retweeten unseren Frust über den Ausgang der Wahl in USA, wettern zwischen zwei Tassen Kaffee munter gemeinsam gegen Rechts, teilen Zeitungsartikel und Youtubeclips, die unsere Meinung unterstreichen. Und fühlen uns mächtig revolutionär. Schließlich tun wir was. Wir wehren uns. Wir sagen unsere Meinung. Wir sind mehrere Stunden täglich online, um die Welt zu verbessern. Aber tun wir das wirklich?

Heute morgen, beim Durchklicken durch die Tweets, die ich in den letzten Stunden verpasst habe, beschlich mich das leise Gefühl, dass ich mich in einem Kaffeekränzchen mit Gleichgesinnten befinde. Schön, so viele Gleichgesinnte um mich zu haben, nett, gleich mal wieder einen hämischen Witz über Trump zu retweeten. Schließlich muss die Welt aufgeklärt werden. Aber meine Follower sind nicht die Welt. Sie sind nur ein winziger Teil dessen, was da draußen gerade los ist. Und zwar der Teil, der ja ohnehin schon begriffen hat.

Wir sitzen in riesigen Blasen. In Kaffeehäusern aus Glas. Wir schauen raus, aber wir gehen nicht raus. Wir schaffen uns unsere eigene (heile) Welt, während die Welt draußen gerade zusammenbricht. Wir prosten uns zu und twittern unsere Meinung, manchmal durchaus sehr deutlich, aber die Adressaten haben ohnehin die gleiche Meinung, sie müssen wir nicht mehr überzeugen. 

Ich behaupte, so kommen wir keinen Schritt weiter. Wenn wir wirklich etwas bewegen wollen, wenn wir diese Welt noch retten wollen, dann müssen wir unsere Blasen, unsere Glashäuser verlassen und nach draußen vor die Tür unserer bisherigen Timeline gehen.  Dann müssen wir denen "folgen", die wir durch Ignoranz nicht wirklich bekämpfen, sondern eher bestätigen in ihrer Dummheit. Dann müssen wir unseren Mund aufmachen und denen, die sich da draußen benehmen wie Kinder im Trotzalter,  einen Riegel vorschieben. Täglich. Laut. Deutlich. Es ist sicher gut und wichtig, sich Rückversicherung in den eigenen Reihen zu holen, Lügen aufzudecken und Missstände anzuprangern. Aber dann muss zwingend der nächste Schritt kommen. Dann müssen wir diese Missstände denen um die Ohren hauen, die sie zu verantworten haben.


Der Account @realDonaldTrump hat derzeit rund 22 Millionen Follower. der Account @potus rund 14 Millionen. 
Wir können doch nicht ernsthaft länger zulassen, dass diese Millionen in ihrer Timeline täglich nur die Selbstbeweihräucherungspostings von Mister President lesen. Wir sollten diese Timelines im In- und Ausland fluten, sie mit Wissen, Information und Aufklärung füllen, so wie die TeilnehmerInnen des Womensmarchs in Washington und auf der ganzen Welt die Straßen geflutet haben, um wachzurütteln. 

Und deshalb werde ich jetzt auf Twitter auch denen folgen, die vielleicht nicht hören wollen, was ich ihnen zu sagen habe.
Es ist nicht mehr fünf Minuten vor Zwölf. Es ist eine Minute vor Zwölf. Wir müssen handeln. Jetzt.

Donnerstag, 26. Januar 2017

Ab Februar wieder da: Schwarz wie Schnee

Oft musste ich in der Vergangenheit Lesungsanfragen zu diesem Roman ablehnen, weil er nicht mehr erhältlich war. Und manchmal habe ich trotzdem daraus gelesen, weil die Schülerinnen und Schüler oft unbedingt etwas aus diesem Buch hören wollten, wissend, dass sie es nicht würden weiter lesen können. Was für eine Ehre für Autorin und Roman!
Umso glücklicher bin ich, dass Schwarz wie Schnee jetzt wieder zu haben ist.
Im Buchverlag Kempen hat mein Buch eine wunderbare neue Verlagsheimat gefunden, ab Ende Februar ist der Roman wieder lieferbar und vorbestellbar ist er sogar jetzt schon. Es soll demnächst noch Unterrichtsmaterial zu diesem Roman geben. Den Lesungen (ab 7. Klasse aufwärts) steht also nichts mehr im Wege. Und dem Selberlesen sowieso nicht.
Und so sieht Schwarz wie Schnee jetzt aus. Wahnsinn, oder?