Mittwoch, 26. April 2017

Leseprobe Roofer

Heute ist es bei mir eingetrudelt. Das allererste gedruckte fix und fertige Vorab-Leseexemplar meines neuen Romans Roofer. Und in echt kommt das Cover noch viel viel besser als auf den Fotos. Richtig fein mit glänzendem Spotlack. Ich habe immerzu über die roten Turnschuhe des Jungen gestreichelt.




Und zeitgleich dazu gibt es vom Coppenrath-Verlag ein ganz besonderes Häppchen: Eine Online-Leseprobe. Wer auf das unten stehende Bild klickt, kann sich die kostenlose Leseprobe der ersten drei Kapitel gleich herunterladen.
Ich wünsche allen, die jetzt schon neugierig sind, viel Spaß beim Lesen. Roofer ist dann endgültig ab Juni 2017 im Handel.

Zum Download bitte das Bild anklicken

Samstag, 22. April 2017

Vorfreude ist die schönste Freude

... und diesmal kann ich sie sogar mit euch teilen.

Roofer ist auf dem Weg in die Buchhandlungen. Und so sieht er aus, mein neuer Roman.




Wenn ihr das Buch aufklappt, ergeben Vorder- und Rückseite ein wunderbares Ganzes. Selten war ich mit einem Cover so glücklich wie mit diesem.




Ein bisschen müsst ihr euch noch gedulden, der Erscheinungstermin wird irgendwann im Juni sein. Aber - siehe oben - Vorfreude ist ja auch schon mal was, oder?

Zur Entstehungsgeschichte, zum Inhalt, zu den Hintergründen dann später mehr.





Donnerstag, 20. April 2017

Wir beginnen dieses Leben zu lieben

Zugegeben, ich bin ein bisschen in der Versenkung verschwunden. Das hat gleich mehrere Gründe.
Der beste: Ich stecke mitten in einem Manuskript, ein Jugendbuch diesmal und noch dazu ein Herzensprojekt, in dem es ganz viel ums Anderssein geht und darum, wie aus dreimal anders doch einmal Miteinander werden kann. Ein Sommerbuch irgendwo mitten in schwedischen Birkenwäldern. Ein bisschen Geduld müsst ihr noch haben, dann erzähle ich euch mehr.


Der zweite Grund: Die aktuelle Politik, das Tagesgeschehen. Manchmal mochte ich den Computer schon gar nicht mehr hochfahren, die sozialen Netzwerke schon gar nicht mehr nach Nachrichten durchforsten. Von Trump über Erdogan, jeden Morgen bin ich fast dankbar dafür, dass diese Erde sich überhaupt noch dreht. Und jeden Abend beim Einschlafen hoffe ich, dass sie das auch am nächsten Morgen noch tun wird. Ich habe mich - Twitter sei dank - ziemlich in die Geschehnisse reingesteigert. Und habe gemerkt, das tut mir nicht gut. Ich bin zwar ein aktiver und durchaus auch politischer Mensch, aber hier fühle ich mich Geschehnissen hilflos ausgeliefert, an denen ich nichts ändern kann. Und das machte mich zunehmend erst müde, dann krank. 

Ich habe eine Fluchttür gesucht und auch gefunden: Das Schreiben. Ich habe schon lange nicht mehr so viel geschrieben wie in den letzten Wochen. Nicht nur am Manuskript, nein, auch wenn Frau Agentin das sicher inständig hofft. Aber ich habe auch viele Schreibübungen gemacht, Kurzgeschichten geschrieben, Morgenseiten wurden zu Mittags- und dann wieder zu Abendseiten. Ich habe ganze Kladden mit meinen Gedanken, Gefühlen, Beobachtungen gefüllt. Habe mich auf Schreibabenteuer und Schreibspiele eingelassen, habe die Welt um mich herum aus der Perspektive meines Küchentisches, einer Stehlampe oder auch einer Blaumeise betrachtet. Und auf einmal, weit weg vom großen Weltgeschehen ist mir das passiert, das Natalie Goldberg in ihrem wunderbaren Buch vom "Schreiben in Cafes" so beschreibt:

Wir beginnen, dieses Leben zu lieben, weil es unseres ist und wir in diesem Augenblick nichts Besseres finden werden.

Diese Erkenntnis traf mich wie ein Blitz. Nicht, weil sie so neu ist, aber weil ich sie fast vergessen hatte in all dem Gewusel um mich herum. Ich habe mir das Leben, in dem ich mich fast verloren hatte, wieder herbei geschrieben. Und es ist nicht einmal so, dass ich in diesem Augenblick nichts besseres finde, es ist vielmehr so, dass es das beste ist, das ich habe. Denn es ist mein Leben. Und mein Schreiben, ohne das es gar nicht mein Leben wäre.

Susan Sonntag hat gesagt: Ich schreibe, um herauszufinden, was ich denke. Viel zu lange habe ich gedacht, um herauszufinden, was ich schreiben soll. Und mich damit über viele Monate selbst blockiert. Es war ein bisschen so wie Bücher darüber zu lesen, wie wichtig das Atmen ist, statt einfach zu atmen. Jetzt schreibe ich wieder. Und atme. Die Welt da draußen ist keine bessere geworden. Aber es ist wieder meine. Und in ihr verbergen sich noch tausend Geschichten, die gefunden und aufgeschrieben werden wollen. So wie die vom Anderssein.


Dienstag, 11. April 2017

Gartenspaziergang

Mein Garten war zwei Jahre lang Brachland. Ist immer noch wild und wüst an vielen Stellen. Aber zwei Gemüsebeete und ein Hochbeet sind inzwischen entstanden. Und viele kleine blühende Inseln. Einen ersten Rundgang habe ich für euch mit der Kamera festgehalten.















Montag, 10. April 2017

Wenn man etwas wirklich will ...

... muss man es nur tun.

Der Satz könnte zwar von mir sein, ist es aber nicht. Ich habe ihn auf der Homepage von Hannah gefunden. Hannah Petereit.
Dabei habe ich eigentlich gar nicht Hannah gesucht, sondern ein Monster. Ja, ihr habt schon ganz richtig gelesen, denn genau die tummeln sich in Scharen auf Hannahs Seite. Wörter fressende große und kleine, dicke und dünne, männliche und weibliche Monster.
Entdeckt habe ich Hannah und ihre Monster via Twitter. Unter dem Hashtag #monstermotivation sind sie mir zum ersten Mal begegnet. Und ich dachte sofort: Das MUSS ich ausprobieren. Und - ich muss es euch zeigen.

Also habe ich die Monstermotivationsseite gesucht und zunächst Hannah gefunden.
Hannah schreibt von sich, dass sie mit ihrer Seite Mut machen will, Mut, Träume zu Zielen zu machen und sie zu erreichen. 
Ein Ziel beim Schreiben ist es immer wieder, Geschichten nicht nur anzufangen, sondern auch fertig zu schreiben. Seite um Seite zu füllen, auch wenn es manchmal schwer fällt. Schreiben ist ein einsamer Job. Da kann man einen Mutmacher ab und zu gut gebrauchen. Nicht umsonst machen beim aktuellen Camp NaNoWriMo wieder tausende Schreibwütige mit. Um sich gegenseitig zu motivieren, um sich selbst ein bisschen Druck zu machen, den angefangenen Text auch fertig zu schreiben. Anders als beim klassischen NaNoWriMo, bei dem es ja darum geht, innerhalb eines Monats 50.000 Wörter zu schreiben, setzt sich im Camp jeder sein Ziel selbst. Da werden Wörter gezählt, aber auch gefüllte Seiten, Arbeitsminuten, vollendete Projekte, jedem bleibt selbst überlassen, was er erreichen will.
Fakt ist: Ein bisschen Motivation brauchen wir alle. Auch nach dem NaNoWriMo oder nach dem Camp könnte so eine kleine Unterstützung nichts schaden. Und genau dafür hat sich Hannah etwas ganz Besonderes einfallen lassen:

Monster. Monster, die Wörter fressen, sprich, die mit eurem Wordcount ernährt werden müssen. (Ist  es böse, wenn ich mich dabei an die alten Tamagotchi erinnert fühle?)

Wie das funktioniert? Man registriert sich auf der Seite Monstermotivation, sucht sich eins der zur Adoption stehenden Monster aus (am Bahnhof kommen täglich neue Monster an) und schon ist man für sein Monster verantwortlich. Jetzt muss es regelmäßig gefüttert werden, damit es ihm gut geht. Wichtig: Wenn ihr euch ein Monster aussuchen wollt, passt ein bisschen auf, es gibt solche, die wollen täglich ihre Ration Wörter schlucken und andere, die mit einer wöchentlichen Fütterung einverstanden sind. Aber hungrig sind sie alle. 

Holger

Ich habe Holger adoptiert. Holger sieht gemütlich aus. Und er mag den Duft von Papier. Da haben Holger und ich etwas gemeinsam. Holger ist nicht total verfressen, aber doch ziemlich hungrig. 4.500 Wörter kann er pro Woche verdrücken. Die muss ich jetzt ranschaffen, damit es Holger gut geht.


Damit man beim Monster Hegen und Pflegen nicht so alleine ist, kann man sich auf der Seite auch noch mit anderen Monsterbesitzern austauschen. Und sich gegenseitig motivieren. Ich muss jetzt aber erstmal für Futter sorgen. Denn so wirklich weiß ich noch nicht, wie Holger reagiert, wenn ich ihm nicht genug Input liefere. Und ich möchte es auch lieber nicht darauf ankommen lassen.