25. Februar 2018

Blog zum Sonntag



 
Mit freundlicher Genehmigung von Bettina Belitz




Kommentare:

Alice Gabathuler hat gesagt…

Direkt aus meinem Herzen gesprochen. Ausser dem letzten Teil. Ich bin nicht so zuversichtlich wie Bettina Belitz, aber ich gehe mit ihr einig, dass wir unsere Situation angstfrei angehen und leben sollen. Das Schreiben kann uns keiner nehmen.

Alice Gabathuler hat gesagt…

Ich muss mich noch einmal melden, weil da bei mir grad sehr viel hochkommt und aufbricht. Bei mir war es nicht die Angst. Bei mir waren es Zorn und Frust, die sich zu einem giftigen Gebräu mischten und mich schlussendlich ein Jahr meines Autorinnenlebens gekostet haben. Eine Abwärtsspirale, die ich zwar erkannte und auch dagegen ankämpfte, aber gegen die ich immer wieder verlor. Bis ich ganz mit dem Schreiben aufhörte, weil mir alles total sinnlos schien. Ein Jugendlicher bei einer Lesung brachte es einmal mit einer Frage auf den Punkt. Ich hatte genau das erzählt, was Bettina im Video auch erzählt, garniert mit ganz konkreten Beispielen, die ich erlebt habe. Da fragt dieser junge Mann völlig entgeistert: "Warum tun Sie sich das an?" Und ich antwortete: "Ich weiss es nicht mehr. Deshalb schreibe ich ja im Moment nicht."
Zum Glück habe ich die Spirale doch noch brechen können - dank wunderbarer Jugendlicher bei Lesungen im November und Januar. Ein Beispiel: Die junge Frau, die nach der Lesung vor dem Schulhaus sass. Ich verabschiedete mich von ihr und bedankte mich noch einmal für die tolle Stimmung in der Lesung. Sie: "Lassen Sie sich nicht fertig machen. Sie schreiben für uns. Ich finde Sie mega. Sie dürfen nicht aufhören."
Ich taste mich zurück in meinen Beruf. Arbeite an einem Self Publishing Projekt. Habe gerade einen tollen Radioauftrag bestätigt bekommen. Und sage mir - in Anlehnung an Bettinas Beitrag - "Ich brauche keine Verlage. Wenn mich einer will: gut. Wenn nicht: auch gut."