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23. Oktober 2016

Uns gehts wohl zu gut







Lasst diese Bilder einmal kurz auf euch wirken.
Ich habe euch nicht etwa meinen Großeinkauf vom letzten Wochenende fotografiert. Oder - genau genommen ist es exakt das. Nur dass mich dieser Einkauf keinen Cent gekostet hat.
Was ihr auf den Fotos seht, sind Lebensmittel, die ich mir über die Organisation Foodsharing von einem sogenannten Fairteiler geholt habe.
Mit anderen Worten: Diese Lebensmittel auf meinem Küchentisch wurden von verschiedenen Lebensmittelmärkten "entsorgt".
Ich schreibe bewusst "entsorgt", weil das auf dem Foto alles Lebensmittel sind, die unter "normalen" Umständen im Müllcontainer gelandet wären. Der ganze Küchentisch liegt voll mit aussortierter, entsorgter Ware. Dass die Sachen nicht im Müllcontainer landeten, haben sie nur engagieren sog. Foodsavern der Organisation Foodsharing zu verdanken.
Als Großfamilienmitglied und Mutter von fünf Kindern ist mir unsere Wegwerfgesellschaft ganz besonders im Hinblick auf Lebensmitteln schon lange ein Dorn im Auge, und immer wieder habe ich nach Möglichkeiten gesucht, dem entgegenzuwirken. Anfragen bei Lebensmittelhändlern wurden immer negativ beschieden. Was nicht mehr verkauft wird, wird weggeworfen. Fertig.
Auch wenn es sich um zwanzig frischgebackene Brote in der Backabteilung handelt. Nach Ladenschluss landen die in der Mülltonne.
Illegales Containern - also nachts heimlich die Container wieder ausräumen - kam für mich nicht infrage. Umso glücklicher war ich, als mein Ältester (Student in Frankfurt) mich auf die Foodsharing-Gemeinschaft hinwies.
Foodsharer kann jeder werden. Man registriert sich und bemüht sich, Lebensmittel nicht mehr wegzuwerfen, sondern zu verteilen. Wer Überfluss hat, kann Essenskörbe auf der Online-Plattform einstellen, andere User können sich melden und die Essenskörbe abholen. Alles vollkommen kostenlos und ohne schlechtes Gewissen. Es geht darum, Lebensmittel nicht mehr wegzuwerfen. Das ist das Ziel. Dass man dabei jede Menge Geld spart, ein weiterer positiver Nebeneffekt.
Einen Schritt weiter gehen die Foodsaver. Nach entsprechender Schulung und mit Ausweisen versehen, bemühen sie sich um die Lebensmittelmärkte ihrer Region. Und sammeln ein, was weggeworfen werden soll.
An den "Fairteiler-Stationen" kann man sich die Sachen dann je nach Bedarf abholen, die Information, wann ein Fairteiler wieder gefüllt worden ist, erfolgt via Mail, Facebook oder WhatsApp.

Ich schreibe euch das alles, weil ich nach meinem "Einkauf" beim Fairteiler in meinem Wohngebiet immer noch völlig fassungslos bin. Das alles wäre ohne Foodsaver in der Mülltonne gelandet?
Überlegt einfach mal, welchen Weg zum Beispiel die Mandarinen schon hinter sich haben. Und dann werfen wir sie hier weg. Und warum? Weil die Netze, in denen sie verkauft werden sollten, gerissen waren und die Früchte einzeln in den Regalen lagen. Das gleiche gilt für die Kartoffeln auf dem Foto.
Die Joghurts sind zum Teil seit einem Tag abgelaufen, die meisten Joghurts sind nicht abgelaufen, sondern wurden aussortiert, weil die Viererpacks auseinandergebrochen wurden und so nicht mehr verkauft werden konnten! Die Bratwürstchen auf dem Foto sind noch eine Woche haltbar. Ich habe keine Ahnung, warum sie im Müll landen sollten.

Einerseits bin ich natürlich sehr glücklich über diese neue Methode, wertvolles Haushaltsgeld zu sparen. Andererseits bin ich ehrlich geschockt, wie wir mit unseren Lebensmitteln umgehen. Gewusst habe ich das natürlich schon lange, aber es so bunt und frisch vor mir auf dem Küchentisch zu sehen, war doch nochmal etwas anderes. Und deshalb zeige ich euch diese Fotos.
Wir dürfen so nicht weiter machen. Hier muss endlich was passieren. Ein Umdenken ist dringend erforderlich! Und deshalb bitte ich euch, schaut euch die Seite Foodsharing an, meldet euch an und helft mit, Lebensmittel zu retten, indem ihr sie verbraucht, verteilt und weitergebt, statt sie wegzuwerfen.

26. April 2016

Vom Glück

... Kinder zu haben, erzähle ich euch ja öfter mal.
Wie so viel Glück aussieht, seht ihr hier. Meine Fünf. Und ich mittendrin.



24. März 2016

Das Internet hat die Welt so klein gemacht

... findet die Mama von Jens Schönlau, dem Blogger über Literatur, Lyrik, Lifestyle, Liebe und Leidenschaft, kurz fiftyfiftyblog.

In seinem neuesten Blogbeitrag erzählt Jens von einem Gespräch mit seiner Mutter über die aktuelle Weltlage, ihr Resümee: "Das ist alles, weil das Internet die Welt so klein gemacht hat."



Und weil mich dieser Blogbeitrag (hier zu finden: Mit Mama über die Weltlage gesprochen) schon den ganzen Vormittag beschäftigt, will ich ihn hier mit euch teilen. 
Und meine Gedanken dazu, die ich auch Jens als Kommentar geschickt habe, hänge ich gleich mit an:

Ich sehe es wie Jens Mama. Das Internet hat die Welt so klein gemacht. Vor allem hat es sie schnell gemacht. Die Schnelligkeit hindert die Menschen am Denken. Schnell schnell einen Tweet absetzen, schnell einen Kommentar tippen, schnell ein Post schreiben … nur schnell, bevor es andere tun. Schnell liken, schnell teilen, nur nicht erst Zeit nehmen zum Nachdenken, Lesen, Überprüfen, Abwägen … mir macht diese neue Geschwindigkeit oft Angst. Manchmal möchte ich mich aus allem ausklinken. FB habe ich schon lange gelöscht, trotzdem bin ich noch bei Twitter, nutze das Netz für meinen Blog, meine Kontakte … nur meine Bücher schreibe ich ganz altmodisch per Hand. Was können wir tun? Respekt. Ja. Liebe. Ja. Langsamkeit? Für mich wäre das ganz wichtig. Neue Entdeckung der Langsamkeit. Ruhe rein bringen in diesen tosenden wirbelnden immer mehr außer Kontrolle geratenden Planeten.

Wie gesagt, manchmal möchte ich einfach abhauen. Irgendwo raus aufs Land. Weit weg von Internet und Nachrichten aus aller Welt. Kopf in den Sand. Gemüse anbauen. Schön am Meer sitzen und Sonnenuntergänge betrachten, während auf der anderen Seite Kriege toben. Aber eine Lösung wäre das nicht. Nur eine sehr persönliche Flucht. Ich weiß es nicht. Ich weiß ehrlich nicht, was ich tun, wie ich tun soll. Ich habe fünf Kinder. Was soll ich ihnen mit auf den Weg geben?

8. März 2016

Stolz wie Oskar - äh - Emil - äh Leon ...

Meine allerliebste Kollegin und Freundin Alice Gabathuler hat allen Grund dafür, stolz zu sein.
Stolz auf ein wunderbares Buch und einen total witzigen und tollen Buchtrailer noch dazu.
Und ein klitzekleines bisschen darf ich jetzt auch stolz sein. Das heißt, eigentlich darf Emil stolz sein (was er auch ist), stolz wie Oskar nämlich ... was wieder etwas albern klingt, wenn man einen kleinen Bruder hat, der Oskar heißt.

Der Grund für so viel Stolz?
Emil ist Leon. Verwirrt? Dann guckt euch den neuen Trailer von Alice an:



Na? Leon entdeckt? Und dieser Leon ist eben Emil. MEIN Emil. Emil, mein Zweitjüngster, von mir manchmal auch liebevoll K4 genannt. Als Alice ihn fragte, ob er sich vorstellen könnte, ein kleines Video für ihren Trailer zu drehen, sagte er sofort: Das mach ich! Es dauerte dann noch etwas, bis das Video im Kasten bzw. Smartphone war, aber jetzt hat er allen Grund dazu, stolz zu sein.
Sein Geburtstagswunsch ist jetzt - wen wundert's - eine "richtige" Videokamera und natürlich, dass "er" und Onkel Mike ein richtiger Bestseller werden.
Also bitte, das kann doch nicht so schwer sein. Ich kümmere mich um die Kamera, ihr sorgt für den Bestseller ☺

1. Februar 2016

Fastenzeit

Ich weiß, die eigentliche Fastenzeit - zumindest im religiösen Sinn - beginnt erst in einigen Tagen. 
Ich habe mich aber entschlossen, meine persönliche Fastenkur schon heute anzufangen. Dabei höre ich nicht auf den Kalender sondern ausschließlich auf meinen Körper. Und der findet, JETZT ist der absolut richtige Zeitpunkt. 
Ich fühle mich träge und wintermüde, die Temperaturen draußen sind dagegen eher frühlingshaft, die Tage werden inzwischen wieder deutlich länger und für eine vernünftige Fastenkur fast das wichtigste: mein Kalender ist in den nächsten zehn Tagen vergleichsweise leer. Keine großen Feste, Einladungen, Events oder Reisen, die mir das Fasten erschweren könnten. Also werde ich heute meinen ersten Entlastungstag einlegen, morgen den zweiten und dann geht es los.
Da ich regelmäßig alle ein bis eineinhalb Jahre faste, brauche ich eigentlich keine großen Anleitungen mehr. Ich habe mich trotzdem mal auf die Suche gemacht für alle, die das vielleicht schon immer mal ausprobieren wollten und nicht so recht wissen, wie sie es anfangen sollen.
Es gibt im Netz natürlich jede Menge Ratgeber, Artikel, Pläne für das sogenannte Heilfasten.
Eine besonders übersichtliche Darstellung habe ich bei Brigitte.de gefunden: 



Ich bin schon gespannt, was mein Körper zu meinem neuen Vorhaben sagt und werde euch regelmäßig auf dem Laufenden halten. Und falls jemand von euch sich mir anschließen möchte, freue ich mich natürlich über regen Erfahrungsaustausch.

6. Juni 2015

Ein Leben voller Augenblicke

       

       ♥ ♥ ♥ ♥ ♥ ♥ ♥ ♥ ♥ ♥ ♥ ♥ ♥ ♥ ♥
Heute feiert mein Papa seinen 80. Geburtstag.
Zu einem besonderen Geburtstag gehört ein besonderes Geschenk. Aber ich fürchte, an einem Tandem-Sprung, einem Tiefsee-Tauchkurs oder einer Wüstenwanderung per Kamel hat mein Papa nicht so richtig viel Spaß. Alles tolle Augenblicke, keine Frage, aber wenn man achtzig Jahre lang ein erfülltes, spannendes, gesundes und glückliches Leben gelebt hat und immer noch lebt, sind all diese Dinge auch irgendwie überflüssig.
Deshalb haben wir uns etwas anderes einfallen lassen.
Zusammen mit vielen Freunden und Verwandten haben wir achtzig schöne und besondere Augenblicke aus dem Leben meines Vaters zusammen getragen. Fotos, Erinnerungen, alte Hotelrechnungen und ähnliches mehr.
Meine Jungs haben achtzig Briefumschläge beklebt, bestempelt, mit fortlaufenden Nummern versehen.
Und jetzt sitzt mein Papa zusammen mit Mama irgendwo an der Ostsee in der Sonne und kann in hoffentlich vielen schönen und lustigen Erinnerungen schwelgen.


Die Idee dazu haben wir vor einiger Zeit auf einem meiner Lieblingsblogs gefunden: mamas kram


Alles Liebe zum Geburtsag, Papa!

Und immer dran denken:



28. April 2015

Du musst das Leben nicht verstehen

                                 



                                  Du musst das Leben nicht verstehen,
                                  dann wird es werden wie ein Fest.
                                  Und lass dir jeden Tag geschehen
                                  so wie ein Kind im Weitergehen
                                  von jedem Wehen
                                  sich viele Blüten schenken lässt.
                                  Sie aufzusammeln und zu sparen,
                                  das kommt dem Kind nicht in den Sinn.
                                  Es löst sie leise aus den Haaren,
                                  drin sie so gern gefangen waren,
                                  und hält den lieben jungen Jahren
                                  nach neuen seine Hände hin.

                                  Rainer Maria Rilke


26. Juni 2014

Manchmal kommt es anders ...

... eigentlich sollte hier ein Beitrag über meine neuesten Pläne (ich sag nur LiteraTour) stehen.
Die Website dazu ist gebaut, die Pläne sind geschmiedet, Ideen sind massenweise vorhanden und warten auf ihre Umsetzung.
Daneben befand sich mein Nachfolgeroman für "Tanjas BH" im Endspurt, der Verlag steht in den Startlöchern und ich suchte neue witzige Herausforderungen für meine Protagonisten.
Aber dann wurde mein Mittlerer krank. Er liegt jetzt seit Montag im Krankenhaus und meine Tage verbringe ich zwischen Kinderstation und Zuhause, wo ja auch noch ein paar Kinder auf mich warten. Mein neuester Schreibplatz ist ein Krankenzimmer, im Hintergrund flimmern Zahlen über Monitore, die mich sehr an die Anfangsszene aus "Schwarz wie Schnee" erinnern. Mein Kind hängt an Kabeln und Schläuchen, aber keine Sorge, so schlecht wie Kira in meinem Roman geht es ihm nicht, die Geräte dienen nur der Überwachung und der Medikation. Trotzdem ist unser Alltag derzeit etwas auf den Kopf gestellt und Dinge, die vorher noch unendlich wichtig schienen, rücken plötzlich in den Hintergrund. Prioritäten verschieben sich. Und manchmal ist das ganz gut so ...

2. Mai 2014

Jüdischer Friedhof Hanau

Es war ein etwas anderer Ausflug, den wir gestern am 1. Mai unternahmen.
Der Hanauer Geschichtsverein hatte zu einer Führung über den sonst für die Öffentlichkeit geschlossenen Jüdischen Friedhof in Hanau eingeladen.
Mitten in der Stadt, verborgen hinter hohen Mauern, entdeckten wir einen Ort voller Geschichten und - das war wirklich eine Überraschung - voller unberührter Natur.
Ich glaube, die Bilder sprechen für sich.
































26. März 2014

Einzigartig

Jeder von uns ist einzigartig. Und jeder von uns ist vollkommen. Von Anfang an.




Vielen Dank an Gabriela und ihren wunderbaren Blog auf einander zu , in dem ich dieses Video gefunden habe.

11. Februar 2014

Von Fehlern und Kronen und so.

Man lernt aus Fehlern. Klar. Learning by doing. Ich habe schon viele Fehler gemacht in meinem Leben. Und (hoffentlich) auch draus gelernt.  Wir alle machen Fehler. Und lernen daraus. Warum tun wir das? Weil es weh tut, wenn man etwas falsch macht? Weil es weh tut, wenn man auf die Nase fällt? Was treibt uns eigentlich an, aufzustehen und es wieder zu probieren? Immer und immer wieder. Das Risiko, wieder auf die Nase zu fallen ist doch enorm groß. Und je öfter wir fallen, desto weniger wissen wir vermutlich noch, warum wir es noch ein weiteres Mal versuchen sollten. Was ist es also, das uns dann doch wieder motiviert aufzustehen? Den Dreck abzuklopfen, die Wunden zu lecken und es nochmal zu probieren? Woher die Motivation nehmen?

Als es mir einmal sehr schlecht ging, schenkte mir eine Freundin ein Bild. Hier ist es:



Krone richten. Das ist es. Das Wissen, trotz allem Elend, in dem wir gerade mal wieder durch einen Fehler gelandet sind, eine Krone zu tragen. Etwas Besonderes zu sein. Ein Mensch zu sein, der es wert ist, eine Krone zu tragen. Oder anders: Ein Mensch zu sein, der trotz aller Fehler, die er macht, geliebt wird. Und in der Lage ist, sich selbst zu lieben.

Letzte Woche gab es in ganz Deutschland wieder Zeugnisse. Die Zeugnisse meiner Jungs sind gut ausgefallen. Zum Teil. Zum Teil auch nicht. Als wir über eine Note etwas länger diskutierten, meinte mein Sohn: "Immer musst du nur drüber reden, wenn etwas schlecht ist. Du siehst gar nicht das andere."
Ich sah ihn an. Dann nochmal das Zeugnis. Und klar - neben der "Katastrophennote" standen auch andere. Gute bis sehr gute Noten. Aber das ist Sport, hörte ich mich murmeln. Und das hier Religion. Und ich schämte mich gleichzeitig.

Ist es nicht tatsächlich so, dass wir nur das Schlechte sehen? Jeder noch so kleine Fehler wird in der Schule dick angestrichen. Richtige Aufgaben werden bestenfalls abgehakt. Und zu Hause?
Wie oft mecker ich rum. Zu unordentlich, zu faul, zu zappelig, zu laut.
Wie oft lobe ich eigentlich? Wie oft richte ich meinen Jungs wieder die Krone und zeige ihnen, was für bewundernswerte tolle kleine Kerls sie doch eigentlich sind? Wie oft mache ich ihnen Mut, aufzustehen und weiterzugehen, wenn sie gestolpert sind?

Wir haben darüber gesprochen. Und gestern haben wir etwas gebastelt. Weil wir etwas ändern wollen.



Wir haben für jeden von uns ein Heftchen besorgt und mit ein paar hübschen Bildern persönlich gestaltet.
Die Vorlagen für die Aufkleber (Exlibris) gibt es HIER.

Dann haben wir uns zusammengesetzt und für jeden von uns fünf Punkte gesucht, die er gestern besonders toll hinbekommen hat. Kleine Alltagserfolge aufgeschrieben. Eine ganze Weile ist uns nicht viel eingefallen. Fünf tolle Sachen? Fünf Erfolge an einem Tag? Aber als ich den Jüngsten fragte: Hast du dir nicht heute morgen deine Sachen ganz alleine aus dem Kleiderschrank gesucht und dich alleine angezogen, ohne dass ich dir etwas rausgelegt hatte? Da war der Knoten geplatzt.
Alleine angezogen, schrieb er auf. Und: Alleine die Katzen versorgt. Wir notierten: Besonders gut in Latein mitgearbeitet. Oder: Mein Zimmer richtig gut aufgeräumt. Und: Mich heute gar nicht gestritten.

Wir waren alle ziemlich zufrieden, als wir ins Bett gegangen sind. Es ist ein gutes Gefühl einzuschlafen mit dem Bewusstsein, am Tag doch einige kleine und große Erfolge verzeichnet zu haben. Und schon heute morgen beim Frühstück diskutierten die Jungs darüber, was sie wohl heute alles tolles hinkriegen würden.

Wir sollten das alle tun. Uns immer mal wieder zeigen, dass wir eine Krone tragen. Und es auch den Menschen rechts und links neben uns zeigen. Dass wir bei allem, was schiefgeht, auch eine ganze Menge richtig toll hinkriegen jeden Tag. Und dass es sich deshalb lohnt, wieder aufzustehen und weiter zu gehen.






3. Februar 2014

Abtauchen oder schwimmen

Im Moment stecke ich mittendrin.
Zwei Romane sind Anfang des Jahres bereits erschienen. Dornenherz im Januar, Herzschlagzeilen im Februar, beide im Coppenrath Verlag.

Zwei weitere Projekte warten derzeit auf ihre Vollendung, wollen bis Ende Februar fertig sein, was mich zur Zeit abtauchen lässt in Schreibklausur. Deshalb kann ich auch hier nur sporadisch posten, Mails nur noch beantworten, wenn es absolut eilig ist und bin ohnehin kaum ansprechbar, weil ich dauernd in anderen Welten stecke. Seht es mir bitte nach :-)

Neben meinem Schreibtisch stapeln sich angefangene Exposés, Gedanken zu Geschichten, die noch erzählt werden wollen, Briefe von Fans, die auf Antwort warten - manchmal habe ich das Gefühl zu ertrinken in all dem Papier.


Aber dann mache ich es wie der Junge auf dem Bild. Baue mir ein Schiff, das mich durch all die Buchstabenwellen und über die Gedankengischt trägt, bis ich wieder sicheren Boden unter den Füßen spüre.
Und wie das bei allen Seefahrern so ist - ist es wohl auch bei den Geschichtenseglern: Kaum bin ich an Land, zieht es mich auch schon wieder hinaus. Arbeitspensum, Deadline, Zeitdruck, Müdigkeit? Wen interessiert das, wenn ein ganzer Ozean voller Geschichten darauf wartet, erforscht zu werden?



Ich bin dann mal weg .





Aber keine Sorge: Ich finde immer wieder nach Hause in meinen Hafen.
Einen besseren Leuchtturm als meine Familie gibt es nicht.





Wer in der Zwischenzeit ein bisschen in anderen Blogs stöbern möchte, kann das bei dem Mann tun.

Seine Blogs findet ihr hier:  • Zeitfragen        • ExLibris         • Theater ... muss sein


17. Januar 2014

Familiengarten

Viele Jahre lang lag er brach. Unser Garten.
Er besteht aus einer Handvoll Bäume inklusive einem alten kaputten Baumhaus, einem totgespielten Rasen und zugewucherten Rabatten. Für einen Stadtgarten ist er recht groß (ca. 600 qm plus Vorgarten) und einfach zum Verwildern viel zu schade.
Am letzten Wochenende haben wir eine erste Begehung gemacht und angefangen, Pläne zu schmieden.
Wir wollen den Garten umgestalten zu einem richtigen Familiengarten. Mit vielen Sitzplätzen, Gemüsebeeten, lauschigen Ecken, einem Platz für unsere Kaninchen, Kinderbeeten, Obsthecken und einigem mehr.
In einem waren sich alle Familienmitglieder einig: Rasen wollen wir keinen mehr. Zum Bolzen gibts den Bolzplatz um die Ecke, klettern können die Jungs in den Bäumen und für alles andere wird es eine große Holzterrasse geben.

Nach der ersten Besichtigungstour haben wir gleich mit dem Anlegen einer Kompostecke angefangen. Dazu musste erstmal kräftig gerodet und aufgeräumt werden.




Aber eins ist uns wichtig: Gartenabfälle wollen wir nicht entsorgen, sondern häckseln und/oder kompostieren und so dem Garten wieder zuführen. Also steht eine vernünftige Arbeitsecke im Garten an allererster Stelle.




Alles andere haben wir gemeinsam am Küchentisch geplant. Und jetzt stapeln sich dort Gartenbücher, Pflanzpläne, Aussaatkalender und erstes Saatgut.




Die Kinder sammeln Eierkartons, Papprollen von Toilettenpapier und Küchenrolle, leere Milchtüten, Marmeladengläser und Frischhalteboxen von Tomaten & Co. Was wir daraus machen wollen, zeige ich Euch in einem späteren Beitrag.

Und damit uns die Wartezeit auf das erste frische Grün im Garten nicht allzu lang wird, haben wir uns den Frühling schon mal ins Haus geholt.








26. Oktober 2013

Zwanzig Dinge über mich ...

... die eigentlich kein Geheimnis sind.

Seit einigen Wochen kursiert ein Blogstöckchen durchs Internet. Da ich solche Herausforderungen liebe, habe ich das Stöckchen aufgehoben und versuche nun ebenfalls, Euch zwanzig Dinge zu erzählen, die Ihr vielleicht noch nicht über mich wusstet, die aber eigentlich kein Geheimnis sind.




01. Ich liebe Spaghetti mit Tomatensoße. Wenn es mir schlecht geht. Wenn es mir gut geht. Immer. Als ich noch ein Kind war, versuchte meine Mutter einmal, mir das abzugewöhnen. Es gab 14 Tage hintereinander Spaghetti mit Tomatensoße zum Mittagessen.
Der Versuch ist gescheitert. Die Liebe ist geblieben.

02. Zum Einschlafen knete ich immer an einem Zipfel meines Kopfkissens. Auch das wollte man mir als Kind abgewöhnen. Die Kissenzipfel meines Kinderbettzeugs wurden mit der Nähmaschine abgerundet. Geholfen hat das nichts.

03. Ich glaube an die Liebe. Noch etwas, das das Leben mir abgewöhnen wollte.
Ich bin ein hoffnungsloser Fall.

04. Vier meiner fünf Kinder wurden zu Hause geboren. Und die Geburt von K4 wurde seinerzeit sogar im Hessischen Rundfunk anlässlich einer Sendung über Hausgeburten dokumentiert.

05. Italienisches Eis geht immer. Auch bei Minus 20° C Außentemperatur.

06. Ich hatte Latein-Leistungskurs. Und habe es geliebt.

07. Ich träume von einer Rolle in einem Tatort, einem Haus an der Nordsee, einer Wohnung in Weimar und davon, einmal mit einem Delfin schwimmen zu dürfen.

08. Ich lese immer mehrere Bücher parallel. Zusätzlich habe ich immer ein Hörbuch auf dem Smartphone.

09. Das Wichtigste für mich: Offenheit und Vertrauen. Das Unerträglichste für mich: Unehrlichkeit und Lügen.

10. Vor vielen Jahren bin ich in Vimmerby (Småland/Schweden) Astrid Lindgren einmal persönlich begegnet.

11. Mich interessieren weder Schuhe noch Handtaschen.

12. Ich trinke gerne Campari pur, Kaffee schwarz und ab und zu einen Whiskey.

13. Ich hasse es, alleine zu schlafen.

14. Am liebsten schreibe ich ganz klassisch mit Tinte auf Papier. Auch meine Bücher.

15. Als Vorschulkind habe ich bevorzugt nackte Könige gemalt, die ich dann im Büro meines Vaters fotokopiert und an meine Mitmenschen verschenkt habe.

16. Ich laufe immer barfuß und trage auch in Schuhen niemals Socken. Einzige Ausnahme sind Wanderschuhe.

17. Als Kind habe ich stets nur die halbe Nacht geschlafen. In der anderen Hälfte habe ich im stockdunklen Zimmer für mich alleine Theater gespielt.

18. Ich war als Schülerin in der gleichen Theater-AG wie Dominik Raacke. Er kennt meinen Namen nicht mehr. Aber ich kann mit ihm angeben ;-)

19. Ich stelle mir gerne vor, dass Gott eine Art Streuwürze hat für die Gefühle, die er uns mit auf die Welt gibt. Als er mich schuf, muss ihm der Deckel der Gefühlsdose in die Teigschüssel gefallen sein. Ich habe von allem immer viel zu viel. Ich fühle alles so intensiv, dass selbst schöne Gefühle manchmal weh tun.

20. Der perfekte Tag fängt für mich mit einem Kaffee im Bett und "dem Mann" an meiner Seite an.

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Ich werfe das Stöckchen nicht gezielt weiter, sondern überlasse es jedem, der Lust darauf hat, es zu fangen.
Viel Spaß damit.


10. August 2013

Blaue Stunde

Um unseren wunderbaren uralten Esstisch stehen sechs weniger wunderbare 08/15 Ikea-Stühle.
Heute hatte ich keine Lust mehr auf Ikea. Und auf ganz neue Stühle aber auch nicht.
Also haben wir Schleifpapier, Pinsel und Farben besorgt und rückten unseren alten Stühlen auf den Lack.
Nummer Eins für Kind Eins ist schon fertig. Die anderen folgen dann im Lauf der nächsten Woche.













12. März 2013

Danke Prag

... und danke an euch alle für einen wirklich wunderbaren Geburtstag, viele liebe Glückwünsche hier im Blog und auch per Mail oder Postkarte! Ich habe mich so so so darüber gefreut!

gefunden in Prag an der "John-Lennon-Mauer"

Jetzt muss ich aber mal ein bisschen angeben.
Schon mitten in der Nacht wurde ich mit Sekt im Bett geweckt, dann durfte ich im Nachtgewand schon mal einen Blick auf den bereits gedeckten Geburtstagstisch werfen, auf dem Kuchen prangte, Kerzen brannten und Geschenke lagen. Der ganze Tisch war mit Rosenblüten übersät. Hach ... aber auspacken durfte ich noch nix, ich musste brav wieder schlafen gehen.

Am Morgen dann gemütliches Frühstück (soweit "gemütlich" vor der Schule geht) mit allen Männern hier im Haus. Ich habe eine wunderbare Tasche von Schreibkolleginnen bekommen (danke!!!!) und Bücher vom Liebsten. BÜCHER!!!

Und dann ging es endlich los nach Prag.
Wir haben vier wunderbare Tage dort verbracht. In einem traumhaften Hotel gewohnt, waren ein bisschen abseits der Touristen unterwegs, haben die Kleinseite zum Beispiel mitten in der Nacht durchwandert, stundenlang in Cafés an unseren Texten gefeilt und wir waren im Ständetheater in Mozarts Don Giovanni. Es war einfach wie ein Traum.
Und jetzt lasse ich euch einfach ein paar Bilder da zum Mitträumen.













































Diese Tafel hing plötzlich an einer Mauer parallel zur Moldau. Im Eimerchen waren Kreide und ein Schwamm. Wir fanden die Idee so klasse und der Mann musste gleich zur Tat schreiten :-)