In diesem Jahr wurde zum ersten Mal der "Oldenburger Jugendbuchpreis" mangels Qualität der eingereichten Manuskripte nicht vergeben.
Einen ausführlichen Artikel dazu findet man im Börsenblatt: HIER
Über die Nichtvergabe des Preises berichtete an anderer Stelle auch Sabine Hoß auf ihrer Literaturseite Bücher leben!
In ihrem Beitrag beschreibt Sabine Hoß auch ihre eigenen Lesewahrnehmungen dahingehend, dass sie nach mehr als 10 Jahren intensiver Arbeit mit Kinder- und Jugendliteratur festgestellt habe, dass es ihr immer schwerer falle, sprachliche und inhaltliche Perlen herauszufischen. Zitat: "Zu viele Bücher sind hier nur noch Massenware."
"Warum ist das so?", fragte Sabine Hoß und auf diese Frage hat ihr nun mein Kollege Salah Naoura geantwortet.
Sein Fazit: Deutschsprachige Autoren schreiben nicht schlechter oder besser als andere Autoren anderer Länder. Allerdings sind die Bedingungen für KJL-Autoren, die Anspruchsvolles und Innovatives wagen wollen, in Deutschland derzeit ... leider denkbar schlecht.
Die Gründe, die seiner Meinung nach dafür verantwortlich sind, hat Salah in seiner langen Antwort an Sabine Hoß ausgeführt. HIER könnt ihr die komplette Antwort lesen, die ich Wort für Wort unterschreibe.
Solange Verlage nur darauf schielen, möglichst schnell, schnell den nächsten Bestseller rauszuhauen, deshalb teure Lizenzen einkaufen und ihr komplettes Werbebudget in eben diese Lizenztitel stecken, solange sie Nachwuchsautoren geradezu auffordern, doch möglichst diese Lizenzen mit "ähnlichen" Titeln zu bedienen, wird es nicht nur Sabine Hoß weiter so empfinden, dass Kinder- und Jugendbücher als Massenware daherkommen. Und so lange werden anspruchsvolle und innovative deutschsprachige Kinderbücher immer in zweiter Reihe stehen. Wenn sie überhaupt einen Platz im Verlagsregal finden.
Noch bin ich nicht bereit, mich von dieser inzwischen gängigen Praxis entmutigen zu lassen. Und wenn mir eine Lektorin wieder einmal - wie tatsächlich schon mehrfach in der Vergangenheit geschehen - sagt: Schreiben Sie doch mal so wie John Green, dann kann ich nur den Kopf schütteln, mich an den Schreibtisch setzen und weiter so schreiben wie Jutta Wilke.
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2. November 2016
Warum ist das so?
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3. Januar 2016
Wie wird das neue Jahr?
Eine Frage, die sich vermutlich jeder von uns in diesen Tagen stellt.
Meine Kollegin Marliese Arold hat hierzu eine etwas andere Vorschau gefunden -
den Jahresvorblick für die Buchbranche, den ich euch auf keinen Fall vorenthalten möchte:
Ich wünsche Euch allen ein ganz besonderes wunderbares Neues Jahr - und viel Spaß mit der neuen RTL-Kultserie "Verleger sucht Buchhändlerin"
17. August 2014
Listen, Listen, Listen
Zum wirklichen Bloggen komme ich im Moment kaum. Die Nacht habe ich damit verbracht, Unterschriften aus Unterschriftenpools zu fischen und der Liste AutorInnen für einen fairen Buchmarkt hinzuzufügen.
Und was soll ich sagen?
900 Unterschriften hatten unsere amerikanischen Kollegen gesammelt. Wir steuern derzeit stramm auf die 1.200 ste Unterschrift zu.
So viele Kollegen aus Deutschland, aber auch aus Österreich und der Schweiz unterstützen diese Aktion und unterschreiben den offenen Brief. Das ist einfach wunderbar.
Dazu kommen noch viele viele Unterschriften von anderen Künstlern, Kulturschaffenden, Buchhändlern, Verlagsmitarbeitern und natürlich Leserinnen und Lesern.
An alle hier ein ganz dickes Dankeschön!
Jetzt aber zurück ans Manuskript, das ja so ganz nebenbei auch noch auf meinem Schreibtisch liegt und eigentlich die Hauptrolle spielt in diesen Tagen.
Und dann ist da noch der Online-Schreibkurs. Gerade habe ich wieder eine Hausaufgabe korrigiert und ich bin begeistert zu sehen, welche Entwicklung meine Schreibschülerin in der Kürze der Zeit schon gemacht hat. Es macht Spaß, sie durch ihre Roman-Idee zu begleiten und ich bin gespannt, wie ihre Geschichte weiter geht.
Wer jetzt auch noch den offenen Brief an Amazon unterschreiben will, kann das HIER tun.
Wer wissen will, um was es in meinem aktuellen Romanprojekt geht, guckt HIER.
Und wer sich für meinen Schreibkurs interessiert, sollte diese Seite öffnen.
Und was soll ich sagen?
900 Unterschriften hatten unsere amerikanischen Kollegen gesammelt. Wir steuern derzeit stramm auf die 1.200 ste Unterschrift zu.
So viele Kollegen aus Deutschland, aber auch aus Österreich und der Schweiz unterstützen diese Aktion und unterschreiben den offenen Brief. Das ist einfach wunderbar.
Dazu kommen noch viele viele Unterschriften von anderen Künstlern, Kulturschaffenden, Buchhändlern, Verlagsmitarbeitern und natürlich Leserinnen und Lesern.
An alle hier ein ganz dickes Dankeschön!
Jetzt aber zurück ans Manuskript, das ja so ganz nebenbei auch noch auf meinem Schreibtisch liegt und eigentlich die Hauptrolle spielt in diesen Tagen.
Und dann ist da noch der Online-Schreibkurs. Gerade habe ich wieder eine Hausaufgabe korrigiert und ich bin begeistert zu sehen, welche Entwicklung meine Schreibschülerin in der Kürze der Zeit schon gemacht hat. Es macht Spaß, sie durch ihre Roman-Idee zu begleiten und ich bin gespannt, wie ihre Geschichte weiter geht.
Wer jetzt auch noch den offenen Brief an Amazon unterschreiben will, kann das HIER tun.
Wer wissen will, um was es in meinem aktuellen Romanprojekt geht, guckt HIER.
Und wer sich für meinen Schreibkurs interessiert, sollte diese Seite öffnen.
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15. August 2014
555 Autoren ... und es werden mehr
Seit Freitag, 15.08.2014 um 13.00 Uhr ist er nun öffentlich:
Der offene Brief an Amazon.
Autoren, die den Brief ebenfalls noch unterzeichnen wollen, können sich ab sofort auf der Website der "Autorinnen und Autoren für einen fairen Buchmarkt" eintragen.
Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung hatten 555 deutschsprachige Autoren den Brief unterzeichnet. Inzwischen ist die Zahl weiter gewachsen und es werden stündlich mehr.
Der offene Brief an Amazon.
Autoren, die den Brief ebenfalls noch unterzeichnen wollen, können sich ab sofort auf der Website der "Autorinnen und Autoren für einen fairen Buchmarkt" eintragen.
Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung hatten 555 deutschsprachige Autoren den Brief unterzeichnet. Inzwischen ist die Zahl weiter gewachsen und es werden stündlich mehr.
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14. August 2014
Autorinnen und Autoren für einen fairen Buchmarkt
Mehr als 900 Autoren aus den USA haben es vorgemacht, deutsche Autoren ziehen jetzt nach. In einem geplanten Brief an Amazon-Chef Jeff Bezos prangern die Autoren die Verkaufsmethoden von Amazon an.
"Amazon manipuliert Empfehlungslisten. Amazon nimmt Autoren und ihre Bücher als Druckmittel her, um noch mehr Rabatte zu erzwingen", heißt es in dem Text, der zu Beginn der nächsten Woche veröffentlicht werden soll.
Das Handelsblatt und der buchreport berichten bereits heute über die Aktion, die unter dem Namen "Autorinnen und Autoren für einen fairen Buchmarkt" in die Öffentlichkeit geht.
In der Pressemitteilung der Autoren heißt es u.a.:
Und natürlich sollen es noch viel mehr werden.
Deshalb wird es ab Anfang nächster Woche auch eine Onlineplattform geben, auf der weitere Autoren die Möglichkeit haben, den offenen Brief zu unterzeichnen.
Das "Handelsblatt" zitiert Regula Venske, Generalsekretärin des PEN Zentrums Deutschlands:
"Wir müssen die Leser aufklären, dass die Manipulation der Empfehlungslisten und die verzögerte Auslieferung von Büchern, deren Verlage sich gegen Amazon wehren, zum Alltag bei Amazon gehören."
Ich persönlich bin froh, dass sich nun endlich auch bei uns etwas bewegt und die Methoden von Amazon nicht länger schweigend hingenommen werden. Und ich wünsche mir, dass noch viele meiner Kolleginnen und Kollegen dem Aufruf folgen und sich dieser Aktion anschließen.
"Amazon manipuliert Empfehlungslisten. Amazon nimmt Autoren und ihre Bücher als Druckmittel her, um noch mehr Rabatte zu erzwingen", heißt es in dem Text, der zu Beginn der nächsten Woche veröffentlicht werden soll.
Das Handelsblatt und der buchreport berichten bereits heute über die Aktion, die unter dem Namen "Autorinnen und Autoren für einen fairen Buchmarkt" in die Öffentlichkeit geht.
In der Pressemitteilung der Autoren heißt es u.a.:
Das Versandhaus
Amazon hat in der Auseinandersetzung um eine Erhöhung der Rabatte
und der eBook-Beteiligungen für Amazon mit der Bonnier-Verlagsgruppe
(Aladin, arsEdition, Berlin Verlag, Carlsen, Hörbuch Hamburg, Piper, Thienemann-Esslinger, Ullstein)
eBooks, Hörbücher und Bücher der betroffenen Verlage mit zehn bis vierzehn Tagen
Verzögerung ausgeliefert und aus den Empfehlungslisten gestrichen
(„Kunden hatten auch gekauft/angesehen“), und damit auf „unsichtbar“ geschaltet.
und der eBook-Beteiligungen für Amazon mit der Bonnier-Verlagsgruppe
(Aladin, arsEdition, Berlin Verlag, Carlsen, Hörbuch Hamburg, Piper, Thienemann-Esslinger, Ullstein)
eBooks, Hörbücher und Bücher der betroffenen Verlage mit zehn bis vierzehn Tagen
Verzögerung ausgeliefert und aus den Empfehlungslisten gestrichen
(„Kunden hatten auch gekauft/angesehen“), und damit auf „unsichtbar“ geschaltet.
Es ist zu
erwarten, dass sich Amazon nach Bonnier – und Disney – die nächste
Verlagsgruppe
vornehmen wird, und sich der Preiskampf fortsetzt, erst auf kleine Verlage und letztlich auf die
selbstpublizierenden Indieautoren und -Autorinnen.
vornehmen wird, und sich der Preiskampf fortsetzt, erst auf kleine Verlage und letztlich auf die
selbstpublizierenden Indieautoren und -Autorinnen.
AutorInnen und
LeserInnen sind auf einen fairen Buchmarkt angewiesen
Wir wollen wie die amerikanischen Autoren und Autorinnen unsere Meinung
darüber öffentlich
machen und wenden uns in einem offenen Brief an Amazon, an Jeff Bezos, an Ralf Kleber und
an unsere Leser und Leserinnen.
machen und wenden uns in einem offenen Brief an Amazon, an Jeff Bezos, an Ralf Kleber und
an unsere Leser und Leserinnen.
Übrigens: Wir sprechen uns hiermit nicht in erster Linie gegen Amazon
aus.
Aber entschieden für einen fairen Buchmarkt.
Zu den
bisherigen (*13.08./19 Uhr) 115 UnterzeichnerInnen gehören Friedrich Ani, Günter
Wallraff,
Fred Breinersdorfer, Elfriede Jelinek, John von Düffel, Tanja Dückers, Nele Neuhaus,
Mario Giordano, Ingrid Noll, Imre Török, Dr. Josef Haslinger, Gerhard Ruiss, Rebecca Gablé,
Jean Bagnol, Christian Delius, Roswitha Quadflieg, Thomas Raab oder Michel Birbaek.
Fred Breinersdorfer, Elfriede Jelinek, John von Düffel, Tanja Dückers, Nele Neuhaus,
Mario Giordano, Ingrid Noll, Imre Török, Dr. Josef Haslinger, Gerhard Ruiss, Rebecca Gablé,
Jean Bagnol, Christian Delius, Roswitha Quadflieg, Thomas Raab oder Michel Birbaek.
Und natürlich sollen es noch viel mehr werden.
Deshalb wird es ab Anfang nächster Woche auch eine Onlineplattform geben, auf der weitere Autoren die Möglichkeit haben, den offenen Brief zu unterzeichnen.
Das "Handelsblatt" zitiert Regula Venske, Generalsekretärin des PEN Zentrums Deutschlands:
"Wir müssen die Leser aufklären, dass die Manipulation der Empfehlungslisten und die verzögerte Auslieferung von Büchern, deren Verlage sich gegen Amazon wehren, zum Alltag bei Amazon gehören."
Ich persönlich bin froh, dass sich nun endlich auch bei uns etwas bewegt und die Methoden von Amazon nicht länger schweigend hingenommen werden. Und ich wünsche mir, dass noch viele meiner Kolleginnen und Kollegen dem Aufruf folgen und sich dieser Aktion anschließen.
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